CP-Interview mit THW-Präsident Dipl.-Ing. Albrecht Broemme

CP: Bei Ihrer Amtseinführung im Juli 2006 schlossen Sie Ihre Antrittsrede so: „Wenn der Wind der Veränderung bläst, bauen die einen Mauern  und die anderen Windkraftwerke“. Nun sind Sie seit fünf Jahren im Amt. Das THW feierte vor einem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Jetzt bläst den Hilfsorganisationen und Feuerwehren – und natürlich auch dem THW – der Wind ins Gesicht. Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht ausgesetzt, der Ersatzdienst passé. Wie will das THW künftig die Aufgaben wahrnehmen, wenn es an „Manpower“ fehlt?

AB: Es würde uns an „Manpower“ fehlen, wenn es nicht gelänge, Männer und selbstverständlich auch Frauen für das THW zu begeistern. Im letzten Jahr kamen 3.000 Männer extra zum THW, um von der Bundeswehr freigestellt zu werden. 2009 waren es 4.000, in den 90er Jahren zwischen 6.000 und 8.000. Diese Zahlen gingen infolge von Veränderungen bei der Einziehung zur Bundeswehr zurück. Wir müssen also den „automatischen“ Helferzuwachs zwischen 3.000 und 4.000 Helfern pro Jahr durch aktive Helferwerbung kompensieren. Das ist die Herausforderung für unsere 668 Ortsverbände: jeder OV muss im Durchschnitt fünf Helfer gewinnen, die ihm bisher quasi in den Schoß fielen. Dabei finden Frauen unsere verstärkte Aufmerksamkeit, denn sie wären auf dem Weg der Freistellung ja nie zum THW gekommen. Diese aktive Helfergewinnung ist prinzipiell, wenn auch regional unterschiedlich, leistbar und hängt im Wesentlichen vom inneren Zustand des Ortsverbands ab. Dort, wo die Stimmung gut ist, die Einsätze erfolgreich ablaufen, wo die Motivation der Helfer stimmt, da erzählt man es gerne im Freundes- und Bekanntenkreis. Unsere Erfahrung zeigt, dass 8 von 10 Helfern nicht durch Werbung, sondern nur durch Empfehlung im Freundes- und Bekanntenkreis den Weg in unsere Gemeinschaft finden. Viele THWler hatten bereits mit 10 Jahren bei der THW-Jugend begonnen. Unser Ziel muss sein, dass wir bei der derzeitigen Größenordnung von etwa 45.000 aktiven Helferinnen und Helfern bleiben. Unsere Analysen zeigen, dass wir für besondere Großschadenslagen in Deutschland diese Zahl auch brauchen. Wenn bei einem Großeinsatz des THW 12.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz sind und wir zwei Ablösungen planen sowie den Umstand berücksichtigen, dass ein Viertel der Helferschaft erfahrungsgemäß nicht verfügbar ist, kommen wir auf 4 x 12.000 = 48.000 Helfer. Und dies entspricht der Sollgröße des THW.

CP: Ein zentrales Anliegen für die Nachwuchsgewinnung ist die Jugend. Die Feuerwehr rekrutiert die Feuerwehrjugend ab dem 6. Lebensjahr, das THW erst ab dem 10. Bringt eine Veränderung des Eintrittsalters etwas für das THW?

AB: Das THW hat, anders als die Feuerwehren, in jedem Ortsverband eine Jugendgruppe. Bei den Feuerwehren gibt es Gerätehäuser, die so klein sind, dass man aus räumlichen Gründen keine Jugendarbeit betreiben kann. Allerdings wurde beim THW verfügt, dass jeder Ortsverband eine Jugendgruppe einzurichten hat. Bereits seit längerem haben wir auf freiwilliger Basis Ortsverbände, wo in einer sog. „Minigruppe“ Kinder und Jugendliche von 6 bis 10 Jahren betreut werden. Dort, wo es sie gibt, haben sie sich sehr gut bewährt. Nachdem auch Fragen des Versicherungsschutzes geklärt werden konnten, hat nunmehr jeder Ortsverband die Möglichkeit, eine Minigruppe einzurichten. Die Minigruppen stehen nicht im Wettbewerb zu anderen Organisationen, sondern sind einfach eine sinnvolle Ergänzung, insbesondere für junge Familien, die im THW engagiert sind und gerne ihre Kinder schon möglichst früh im THW hätten. Eine frühzeitige Bindung ist deshalb positiv zu sehen, da man nach dem Start in der Minigruppe meistens in die THW-Jugend wechselt. Der Übergang von der THW-Jugend zum THW erfolgt dagegen nicht automatisch, bei Mädchen leider eher ausnahmsweise. Mein Ziel ist es daher, dass die Menschen, die sich jahrelang in der THW-Organisation wohl fühlten, sich eines Tages, wenn sie wieder mehr Freizeit oder eigene Kinder haben, an das THW erinnern und an eine Reaktivierung denken. Da ist die DLRG mein Vorbild, die ein hohes Maß an Rückkehrern hat. Wer bei der DLRG das Schwimmen gelernt hat, der wird sein eigenes Kind auch zur DLRG geben. Das ist eine gute Möglichkeit, neben Schwimmen lernen auch in eine Gemeinschaft hineinzuwachsen. Wir können beim THW andere Dinge bieten, wie beispielsweise die Holzbearbeitung, die Ausbildung zum Schweißen, das Sprengen oder das Bauen von Brücken und Stegen. Für viele Menschen sind das attraktive Beschäftigungen. Auch wenn diese Schulung bei Schülern und Kindern noch nicht in dem Maße möglich ist, weckt das Interesse an der Mitarbeit als Helferin oder Helfer.

CP: Der Jahresbericht 2010 spricht von 40 Prozent mehr Einsatzstunden gegenüber dem Vorjahr. Als Beispiele sind Einsätze in der Europäischen Union und in Übersee, aber vor allem Naturkatastrophen hier in Deutschland genannt. Wird das THW allen Einsatzanforderungen bei weniger zeitnah verfügbarem Personal gerecht werden und ist das für die ehrenamtlichen aktiven Einsatzkräfte nicht eine zu hohe zivilberufliche und familiäre Belastung?

AB: Das THW hat im Jahr etwa 10.000 Einsätze. Die Berliner Feuerwehr als größte deutsche Feuerwehr rückt etwa tausendmal pro Tag aus. Rein rechnerisch belastet uns die Anzahl der Einsätze nicht über Gebühr. Problematischer ist die Dauer der Einsätze, die natürlich schon immer typisch fürs THW waren. Wir haben wenige Einsätze, aber dafür dauern sie lange. Im letzten Jahr hatten wir Ortsverbände, insbesondere in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg, die insgesamt sieben Wochen lang – das ist schon eine sehr lange Zeit – im Hochwasser-Einsatz waren. Über diese Überschwemmungskatastrophe im Oderbruch wurde in den Medien fast nichts berichtet. Und als Ortsverbände aus Bayern und Sachsen unterstützend im Oderbruch im Einsatz waren, fragten natürlich die Angehörigen: Was macht ihr da eigentlich? Sonnt ihr Euch? Schaffen die das nicht alleine? Katas trophen werden nur dann wahrgenommen, wenn sie auch auf den Titelseiten der Medien stehen. Erscheinen sie dort nicht, das ist eben auch die Crux, dann müssen wir noch mehr Informationen anstelle der Medien geben, die sich dafür gar nicht interessieren. Wir müssen erklären, was dort eigentlich passiert. Als zum Beispiel die Lutherstadt Wittenberg drohte, überflutet zu werden, als die Feuerwehrpumpen weder zahlen- noch leistungsmäßig ausreichten, konnte das THW mit Ach und Krach unter Aufbieten mehrerer Hochleistungspumpen, die überregional herangezogen wurden, helfen. Das zeigt, dass ein Großteil der angesammelten Stunden Einsatzstunden aufgrund von Unwettern sind. Dieses Jahr können wir natürlich noch nicht sagen, wie sich das entwickelt, aber wenn ich an den Winter und die Frühjahrsstürme 2011 denke, wird es mit einer Steigerung, wenn auch nicht um 40 %, wieder weitergehen. Sollten die Einsatzstunden „nur“ um 20 bis 30 % zunehmen, muss ich fragen, können wir das noch leisten? Die Antwort lautet: Ja! Dann müssen allerdings vermehrt Einheiten aus anderen Landesteilen oder Bundesländern zu überregionalen Einsätzen kommen. Das THW kann das leisten, denn wir sind durch unsere Führungsstrukturen organisatorisch vorbereitet. Mit dieser Einsatztaktik werden wir auch unter erschwerten Umständen derartige Einsätze zukünftig meistern.

CP: Die lange Zeit der Einsätze haben Sie uns gerade genannt. Normalerweise geht man davon aus, dass ein Helfer 14 Tage einsatzfähig, einsatzwillig und einsatzbereit ist. Allerdings hängt das auch von seinem Arbeitgeber ab.

AB: Das ist richtig. Wer sich aber für das Ausland gemeldet hat, muss sogar in der Lage sein, bis zu vier Wochen wegzugehen. Das sind die Spielregeln, die jeder kennt, der sich für eine solche Aufgabe beim THW meldet. Das unterscheidet uns auch von den freiwilligen Feuerwehren: Feuerwehreinsätze dauern in der Regel 35 Minuten. Der typische THW-Einsatz im Inland dauert normalerweise ein, zwei Tage. Alles, was davon abweicht, sei es die Menge oder die Dauer der Einsätze, ist für einen Freiwilligen ein Problem. Erfreulich ist aber, dass wir nach wie vor breite Unterstützung der Arbeitgeber haben. Selbst kleinen Betrieben, die tatsächlich ein Personalproblem haben, wenn Mitarbeiter fehlen, gelingt das manchmal besser als manchen Konzernen. Trotzdem müssen Helfer immer im eigenen Interesse auf die Zustimmung der Arbeitgeber achten – da nützt der gesetzliche Kündigungsschutz gar nichts. Wenn man will, findet man auch andere Wege, jemanden loszuwerden, der sich engagiert. Aber dieses Thema ist eine große Sorge aller Organisationen, zu dem wir gemeinsam mit der Politik werben und Sorge dafür tragen müssen, dass das Ehrenamt in Deutschland weiter lebt. Unser gesellschaftliches und finanzielles System würde völlig zusammenbrechen, wenn von Sport über Musik bis zum Katastrophenschutz das Engagement zurückgehen müsste. Dannkönnte unsere Gesellschaft einpacken!

CP: Könnte man sich vorstellen, dass Migranten, die in Deutschland integrations- und einbürgerungswillig sind, bei einer Leistung für die Gesellschaft in einer Organisation wie dem THW Bonuspunkte, Pluspunkte erwerben könnten?

AB: Das ist schon in diesem Sinne durch das Bundesamt für Integration und Flüchtlinge mit einem Rundschreiben geregelt. Interessanterweise galt das schon jahrelang für Sportvereine; nun hat man die Idee auf den Katastrophenschutz ausgeweitet. Man erreicht Migranten für die freiwillige Mitarbeit im THW nur unter folgenden Voraussetzungen: Erstens muss der Ortsverband bereit sein, sich mit Migranten zu beschäftigen, denn die erfordern am Anfang etwas mehr Zuwendung und Betreuung. Wenn ein Ortsverband hierzu nicht bereit ist, hat das Ganze keinen Zweck, das kann man auch nicht anordnen. Zweitens müssen wir, das THW, auf die meistens in Vereinen und Gruppen gut organisierten Migranten zugehen, von alleine kommt keiner. Die einen kommen nicht auf die Idee, sich ehrenamtlich zu engagieren, wenn sie noch in einem Schwebezustand sind, was den Verbleib in Deutschland betrifft. Warum sollte ich mich für die deutsche Gesellschaft engagieren, fragt sich dann manch einer? Das muss man erklären. Zum anderen ist es mein Ziel, dass wir nicht nur Migranten haben, damit wir hier unsere Einheiten auffüllen, sondern damit ausländische Arbeitnehmer das, was sie hier lernen und erleben, auch in ihrer Heimat erzählen. Gleichgültig ob beim Heimatbesuch oder bei der Rückkehr in ihr Heimatland: das Modell des ehrenamtlichen Engagements könnte auch in anderen Staaten anfangen, um sich zu greifen. Zudem müssen wir immer wieder darauf hinweisen, dass man im THW mitarbeiten kann und willkommen ist, ohne einen deutschen Pass zu haben. Manch einer denkt sich – und die Überlegung ist ja nicht ganz unlogisch –, wenn ich bei einer Organisation mit dem „Bundesadler“ arbeite, dann muss ich „in der vierten Generation“ Deutscher sein. Dem ist nicht so. Das einzige, was wir verlangen – und das verlangen wir von jedem ehrenamtlichen THWler: er muss sich zu den demokratischen Grundwerten bekennen. Und er oder sie muss eine Gesundheitsuntersuchung über sich ergehen lassen, die im Regelfall relativ einfach zu schaffen ist. Wenn man katastrophentauglich sein will, muss man schon Einiges hinter sich bringen. Aber das ist am Anfang nicht die Frage, sondern erst bei den Helferinnen und Helfern, die sich für den Auslandseinsatz melden wollen. Die müssen zudem eine interne Ausbildung durchlaufen haben, die über die Grund- und Fachausbildung hinausgeht, sie müssen Englisch können und bereit sein, alle möglichen Impfungen mitzumachen. Das ist Pflicht. Wer das nicht tut, kann nicht in der Auslandsdatenbank erfasst werden. Das ist für uns auch deshalb wichtig, weil letztlich jeder Einsatz Werbung für das THW ist. Das gilt für Einsätze in Deutschland, das gilt für Einsätze im Ausland. Bemerkenswert ist, dass bei der Bundeswehr die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, für viele Interessenten abschreckend ist. Beim THW ist die Idee, dass man ins Ausland gehen müsste, gehen könnte, zweifellos eine wirkliche Attraktion – obwohl wir nur selten in den touristischen Lieblingszielen anzutreffen sind. Ein weiterer Aspekt ist das Thema Beruf/Familie/Freiwilliges Engagement. Um dieses spannende Dreieck müssen wir uns noch mehr kümmern. Manche Arbeitgeber sind der Auffassung, dass das Ehrenamt nur den Betriebslauf stört. Daher haben wir Ehrenamtliche, die im Zwiespalt mit der Frage stehen: muss ich zur Arbeit oder gehe ich zum Einsatz? Aber wir haben einen Arbeitsmarkt, der sich aufgrund der demografischen Entwicklung verändern wird. Spätestens in 10 Jahren gibt es einen Run der Wirtschaft und der Verwaltung auf arbeitswillige und qualifizierte junge Menschen. Die Betriebe müssen sich darum kümmern, die geeignetsten Leute zu finden, und das wird nicht über das Gehalt laufen! Für die Firmen wird es interessant sein, auf Organisationen wie das THW oder die Feuerwehren zugehen zu können, um sich bei denjenigen zu bewerben, die sich da schon jahrelang engagieren. Mittelfristig wird das THW also den Firmen, die das Ehrenamt ausdrücklich fördern und unterstützen, anbieten können, sich die besten Leute aussuchen zu können – eine neue Win-Win-Situation!

CP: Die Helferrichtlinien vom 27. August 2007 fordern unter anderem von den Helfern 120 Dienststunden, die Aufteilung des Erholungsurlaubs in Blöcken, die Zustimmung bei Dienstbefreiung. Sie sind schon sehr bürokratisch. Ist an eine Überarbeitung gedacht?

AB: Wir sind derzeit dabei, diese Richtlinien zu überarbeiten und orientieren uns dabei am Positionspapier des THW vom März 2011. Ich kann versichern: Dies wird im THW einfacher!

CP: Sie sind oftmals als Botschafter des THW im fernen Ausland, so in Brasilien oder in der VR China. Gibt es dort Bestrebungen, das weltweit einmalige THW zu kopieren?

AB: Ja, eine zunehmende Tendenz der letzten zwei Jahre ist es, in diesen beiden flächen- und einwohnermäßig großen Ländern den Katastrophenschutz neu zu strukturieren. Vor allem in China will man anstelle der Armee bei Hochwasser, Stürmen und Erdbeben Freiwilligenkorps einsetzen, die ähnlich wie das THW gegliedert und ausgerüstet sind. Die Ausbildung und Beratung hat bereits begonnen. Allerdings wird der Name THW im Chinesischen nicht verwendet. Wenn wir z.B. in den Einsatz ins Ausland gehen, nachdem wir den Auftrag vom Bundesinnenministerium bzw. dem Auswärtigen Amt erhalten, prüfen wir als erstes, wer aus Deutschland mit Projekten bereits seit Jahren vor Ort ist. Wo ist das Rote Kreuz? Läuft von den Johannitern oder Malteser International ein Projekt? Gibt es SOS-Kinderdörfer? Dann schauen wir als nächstes, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. So konnten wir nach dem Erdbeben in Haiti beispielsweise Fahrzeuge der gtz zum Transport benutzen. Zudem nimmt die Bedeutung unserer Auslandseinsätze zu. Ich war kürzlich bei einer Wochenendübung einer Auslandseinheit für Wasser (SEEWA). Bei einer solchen Übung auf einem riesigen Bundeswehrgelände in der Nähe von Stendal wird den Helferinnen und Helfern unter anderem bei Einspielungen Material geklaut. Und das müssen sie mit Spielgeld, das sie haben, auf dem Markt zurückkaufen. Solche Dinge, die leider vorkommen können, werden durchgespielt. In unseren Lehrgängen werden auch Entführungen simuliert mit dem Ziel diejenigen Einsatzkräfte, die diese Ausbildung gemacht haben, für psychologisch belastende Sondersituationen zu konditionieren. Als ich vor fünf Jahren zum THW-Präsident berufen wurde, waren fürs Ausland 500 ausgebildete Helferinnen und Helfer registriert. Sie verfügen u.a. auch über weltweiten Impfschutz. Gegenwärtig streben wir die Marke von 3.000 Helfern an. Denn die Einsatzbereitschaft setzt immer voraus, dass die Leute auch mit ihrer Familie geklärt haben, wenn sie die nächsten vier Wochen nicht nach Hause kommen. Erfahrungsgemäß kann ein Viertel der Leute aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht zum Einsatz kommen.

CP: Herr Broemme, dieses Interview haben wir geführt für die erste Ausgabe der CRISIS PREVENTION, dem neuen Fachmagazin, das den gesamten Sicherheitssektor abdecken soll. Wie stehen Sie dieser Idee gegenüber?

AB: Ich stehe dieser Absicht aufgeschlossen gegenüber, sonst fände dieses Gespräch heute nicht statt. Erst einmal wünsche ich dem Fachmagazin viele Leserinnen und Leser – denn davon hängt der Erfolg einer Zeitung ganz wesentlich ab. Man muss natürlich offen die Frage stellen, ob wir nicht schon viel zu viele Zeitschriften haben. Wenn man aber schaut, was in Printmedien steht, dass man sich dort vordringlich auf Spezialgebiete konzentriert, so begrüße ich eine Zeitung mit Querschnitt, die nach „links und rechts guckt“ – von der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr bis zum gesundheitlichen Bevölkerungsschutz. Wir brauchen eine fachlich-publizistische Vernetzung der Sicherheitsgebiete.

CP: Herr Präsident Broemme, alles Gute für Sie und das THW:
Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.