Effektive Sicherheitslösungen für den Außenbereich gefährdeter öffentlicher Einrichtungen und Liegenschaften

In Zeiten erhöhter Gefährdung für Einrichtungen und Liegenschaften auch der öffentlichen Hand müssen die bestehenden Sicherheitskonzepte begutachtet, überdacht und neu bewertet werden. Ohne Überraschung im Ergebnis wird dabei die Anzahl der potentiell zu sichernden Objekte stark ansteigen, da sich die allgemeine Situation bezüglich der öffentlichen Sicherheit in den letzten Monaten weiterhin verschärft hat und man leider nicht davon ausgehen kann, dass sich dies kurzfristig und deutlich wieder entspannt. Viel mehr ist damit zu rechnen, dass unsere Gesellschaft dauerhaft mit einer neuen Sicherheitslage umzugehen lernen muss. Investitionen in bestehende Anlagen und v.a. Sicherheits- und Schutzkonzepte für bisher noch ungesicherte Einrichtungen sind unumgänglich um zum Einen effektiven Schutz zu gewährleisten und zum Anderen auch abschreckende Wirkung entfalten und die Wachsamkeit der Gesellschaft demonstrieren zu können.

Fachgerechte Planung und Information sind der notwendige Einstieg, um diesen Anliegen und Vorgaben gerecht werden zu können und erfordern dabei fachspezifisches Know- how und Erfahrung vom Spezialisten. Frühzeitige Kontaktaufnahme und Einbindung in die Planungsprozesse sind deshalb unabdingbar. Perimeterschutz ist die am besten geeignete Möglichkeit, den Gefährdungen für bestehende und geplante Objekte bereits im räumlichen Vorfeld soweit entgegenzutreten, um eine wirkungsvolle Alarmierung und damit Abwehrmaßnahmen in Gang zu setzen. Nur durch Perimeterschutz lässt sich der notwendige Zeitgewinn realisieren, um noch rechtzeitig und präventiv eingreifen und schlussendlich von einem gelungenen und effektiven Sicherheitskonzept sprechen zu können.

Eine erste mechanische Barriere wird im Regelfall durch einen Zaun erstellt. Dieser visualisiert eine optische und juristische Grenze des zu schützenden Perimeters und macht unmissverständlich klar, dass eine Überwindung dieser Grenze nicht gewünscht wird.

Zaunsensorik zur Absicherung eines Flugfeldes.

Zaunsensorik zur Absicherung eines Flugfeldes.

Statische Zäune können aber außer dem physischen Widerstand keine weitere Abschreckung oder sonstige Erkenntnisse generieren und sind, ohne zusätzliche elektronische Komponenten und mit der entsprechenden Absicht, leicht zu überwinden. Hochwertige Zaunmeldesysteme sind jedoch in der Lage, genau diese Erkenntnisse zu liefern und damit den gewünschten Schutz für Einrichtungen jeglicher Art zu gewährleisten. Der Aufwand für zusätzliche Installationen solcher elektronischen „Fühler“ ist vergleichsweise gering, da Daten und Stromversorgung hier direkt über das Sensorkabel verlaufen. Überklettern, Durchtrennen oder sonstige Sabotage am Zaun wird zuverlässig detektiert, an eine übergeordnete Alarmmanagementanlage gemeldet und kann dann durch eine kombinierte Videoanlage, dem „Auge“, visualisiert werden, und entsprechende Gegenmaßnahmen werden zielgerichtet eingeleitet. Solche Zaunmeldesysteme lassen sich nachträglich fast an jede bereits bestehende Zaunanlage anbringen, die benötigte Infrastruktur ist in der Regel bereits vorhanden. Hochwertige Zaunmeldesysteme lassen sich durch ausgeklügelte Softwareeinstellungen anlagenspezifisch parametrieren und gewährleisten so höchstmögliche Detektion bei geringster Fehlalarmauslösung durch Witterung, Tiere und sonstige Umweltbedingungen. Eine geringe Fehlalarmquote ist essentiell für die Akzeptanz einer solchen Anlage. Je nach Präferenz der Betreiber oder durch technische Vorgaben lassen sich Zaunmeldesysteme durch konventionelle Kupferkabel oder über faser­optische Systeme verwirklichen. Dabei spielen die Größe der Anlage, die Länge des umzäunten Perimeters und die weiteren Umgebungsbedingungen eher eine untergeordnete Rolle, und eventuelle Einschränkungen oder Einsatz- und Anwendungshindernisse können im Planungsvorfeld bereits geklärt und umgangen werden.

Für Objekte innerhalb eines Zaunes, die einer besonderen und zusätzlichen Absicherung bedürfen, oder für Objekte, bei denen aus optischen oder ästhetischen Gründen keine Zaunsicherung möglich oder gewünscht ist, bieten sich Bodendetektionssysteme an.

Diese Systeme sind für das Umfeld bereits kurz nach der Verlegung der Bodenmeldekabel unsichtbar und gewährleisten ebenfalls eine äußerst hohe Detektionswahrscheinlichkeit bei geringster Fehlalarmquote. Diese Systeme sind extrem zuverlässig und bei zahlreichen Hochsicherheitsanlagen weltweit im Einsatz. Dabei sind den Anwendungsmöglichkeiten wenig Grenzen gesetzt, sei es bei der Wahl der Verlegemedien oder den herrschenden Umweltbedingungen. Asphalt, Beton oder unterschiedliche natürliche Böden sowie verschiedenste klimatische Bedingungen können mit diesen Systemen erfolgreich gestaltet und gemeistert werden. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechend fachgerechte Planung, Installation und Parametrierung einer solchen Anlage. Die hochfrequenten Detek­tionszonen dieser Systeme sind nicht sicht- und hörbar, nicht in irgendeiner Form zu spüren und damit absolut nicht zu erkennen oder zu entdecken.

Zaunsensorik (rot) in Kombination mit einem Bodendetektionssystem (blau).

Zaunsensorik (rot) in Kombination mit einem Bodendetektionssystem (blau).

Der Charme der Lösungen mit Bodendetektionskabeln ist natürlich, dass nach Installation der Systeme keinerlei optische Veränderungen der Umgebung mehr zu erkennen sind, trotzdem eine äußerst effektive Sicherheitslösung existiert und hohe Wachsamkeit garantiert ist. Sie bieten sich also als die perfekte Lösung an für gestaltete Landschaftsanlagen, Konzeptflächen und weiträumige Park- und Rückzugsflächen, bei denen auf künstliche und funktionelle Eingriffe weitestgehend verzichtet werden soll und ebenso für hochtechnologische oder sicherheitsrelevante Zonen, bei denen oberirdische Systeme nicht möglich oder zulässig sind wie z. B. Start- und Landeflächen sowie Abstellbereiche auf Flugfeldern.

Eingebunden in ein ganzheitliches Sicherheitskonzept ermöglicht dies einen Schutz von Objekten in sehr hohem Maße bei kaum wahrnehmbaren Einschränkungen im Umfeld.

Beiden beschriebenen Systemen ist gemein, dass Durchdringungsversuche metergenau detektiert und dargestellt werden und so einzuleitende Abwehrmaßnahmen zielgenau erfolgen können. Dies spart wertvolle Zeit und reduziert den Aufwand auf das Notwendigste.

Qualitativ hochwertige Lösungen für den Perimeterbereich sind neben der sofortigen, deutlichen Erhöhung der Sicherheit auch langfristige Investition in die Zukunft, da diese Anlagen jahrelang beinahe wartungsfrei betrieben werden können bei geringsten Aufwendungen für den laufenden Betrieb.

Beide technischen Lösungsmöglichkeiten lassen sich durch die Alarmvisualisierung mit Hilfe von Videosystemen noch ergänzen. Zusätzliche technische Lösungen wie z. B. Mikrowellensysteme sind ebenfalls eine Alternative für bestimmte An­wen­dungen. Videosysteme als alleinige Sensorsysteme sind allerdings nur bedingt geeignet für den Bereich der Hochsicherheitsanlagen. Sie sind in vielen praktischen Anwendungen zu anfällig und nicht verlässlich genug, da hier oftmals die äußeren Bedingungen zu komplexe und nicht vorhersehbare Details produzieren und damit einer erhöhten Fehlalarmrate oder eben Nichtmeldung von Ereignissen Vorschub leisten. In jedem Falle ist die Kombination von Sensor- und Videotechnologie zu präferieren.

Wesentlich für die Akzeptanz, die objektive Sicherheit und damit auch dem subjektiven Sicherheitsgefühl sind Qualität und Zuverlässigkeit aller eingesetzten Systeme und der darauf abgestimmten Reaktionen im Falle eines Ereignisses. Die Auswahl sollte deshalb stets in enger Abstimmung mit einem Fachmann erfolgen.

Abschließend betrachtet ermöglicht nur die Gestaltung einer Sicherheitslösung bereits im Perimeter die notwendigen Voraussetzungen, um bei einer Störung der definierten Grundstücksgrenzen den benötigten Zeitgewinn zur Intervention zu erzielen. Nur mit der durch Perimetersysteme gewonnenen Information sind geeignete Abwehrmaßnahmen zu realisieren und durchzuführen. Sie ermöglichen auch in unruhigen Zeiten wie diesen einen geregelten und gesicherten Tagesablauf in gefährdeten Einrichtungen.

 

Bilder: M. Vogler

Martin Vogler
Kaufmännischer Leiter
Senstar GmbH
voglerm@senstar.de