11.02.2022 •

Im Notfall keine Zeit mit der Suche nach der richtigen Nummer verlieren

„Europäischer Tag des Notrufs“ am 11.2.

  • Notrufnummer 112 gilt in der ganzen EU 
  • Auch viele weitere Länder ziehen mit 
  • DEKRA Experten: Rettungswesen spielt bei „Vision Zero“ wichtige Rolle 

 Wer innerhalb der EU einen Notruf absetzen will, braucht sich nur eine Nummer zu merken – die 112. Sie gilt schon seit vielen Jahren in allen EU-Mitgliedsstaaten. Da das aber immer noch zu viele Bürgerinnen und Bürger nicht wissen, ist der 11. Februar der „Europäische Tag des Notrufs“. DEKRA unterstützt die Bemühungen, die einheitliche Notrufnummer bekannt zu machen.

Notruf 112
Notruf 112
Quelle: DEKRA e.V.

„Im Notfall zählt oft jede Sekunde“, so DEKRA Unfallforscher Markus Egelhaaf. „Egal ob es sich zum Beispiel um ein Feuer, einen häuslichen Unfall oder um einen Verkehrsunfall handelt, ist es wichtig, dass die Rettungskräfte möglichst schnell verständigt werden. Die Notrufnummer im Kopf zu haben, hilft, dass keine Zeit verloren geht. Das ist umso einfacher, seit die 112 einheitlich in der ganzen EU verwendet wird.“

Gerade im Straßenverkehr hat das stetig verbesserte Rettungswesen in den vergangenen Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Zahl der Getöteten sinkt – neben Verbesserungen in der Fahrzeugtechnik und der Infrastruktur sowie Bemühungen mit Blick auf den Faktor Mensch. „Je schneller die Rettungskräfte nach einem Verkehrsunfall informiert werden, umso mehr Menschenleben können gerettet werden“, so der DEKRA Experte.

„Die Einführung von eCall in modernen Fahrzeugen war hier ein wichtiger Schritt.“ Alle seit April 2018 neu zugelassenen Fahrzeugmodelle müssen dieses System an Bord haben. Es stellt nach einem schweren Unfall automatisch eine Telefonverbindung aus dem Fahrzeug zum Notruf 112 oder einem Call-Center des Fahrzeugherstellers her und übermittelt gleichzeitig einen Mindestsatz an Daten – nämlich die genaue Position des Fahrzeugs, den Unfallzeitpunkt, das Kennzeichen und die Fahrtrichtung. „Anhand dieser Daten kann der Rettungsdienst auch dann schnell reagieren, wenn niemand im Fahrzeug mehr in der Lage ist, mit der Leitstelle zu sprechen.“

Sowohl für eCall als auch für normale Telefonanrufe bedeutet die einheitliche Notrufnummer 112 eine wichtige Vereinfachung: „Ganz egal, wo ich mich innerhalb der EU befinde: Es ist immer klar, welche Nummer ich anrufen muss“, sagt DEKRA Unfallforscher Markus Egelhaaf. „Vorausgesetzt, ich weiß, dass es diese Vereinheitlichung gibt.“

 Nicht nur alle EU-Staaten haben die 112 als einheitliche Notrufnummer. Andere europäische Länder wie die Schweiz, Island oder Norwegen ziehen mit. Auch außerhalb Europas findet die 112 als Notrufnummer zunehmend Verbreitung. In allen Ländern, die die 112 nutzen, wird eine ständig besetzte Leitstelle mit Fachpersonal erreicht, von wo aus entweder direkt die Einsatzkräfte entsandt werden oder der Anruf an die zuständige Leitstelle weitergeleitet wird. 

Über DEKRA

Seit fast 100 Jahren arbeitet DEKRA für die Sicherheit: Aus dem 1925 in Berlin gegründeten Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein e.V. ist eine der weltweit führenden Expertenorganisationen geworden. Die DEKRA SE ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des DEKRA e.V. und steuert das operative Geschäft des Konzerns. Im Jahr 2021 hat DEKRA einen Umsatz von voraussichtlich fast 3,5 Milliarden Euro erzielt. Rund 46.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in rund 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten im Einsatz. Mit qualifizierten und unabhängigen Expertendienstleistungen arbeiten sie für die Sicherheit im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause. Das Portfolio reicht von Fahrzeugprüfungen und Gutachten über Schadenregulierung, Industrie- und Bauprüfung, Sicherheitsberatung sowie die Prüfung und Zertifizierung von Produkten und Systemen bis zu Schulungsangeboten und Zeitarbeit. Die Vision bis zum 100. Geburtstag im Jahr 2025 lautet: DEKRA wird der globale Partner für eine sichere und nachhaltige Welt. DEKRA gehört schon heute mit dem Platinum-Rating von EcoVadis zu den Top-1-Prozent der nachhaltigen Unternehmen im Ranking.


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