3. CP-Symposium als wichtige Netzwerkplattform

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Das Thema Ausbildung betrifft alle Instanzen von BOS bis Militär. Aus diesem Grund veranstaltete CP als Plattform für den interdisziplinären Austausch aller am Bevölkerungsschutz beteiligten Akteure am 14. Januar 2015 das 3. CP-Symposium zu Thema “Ausbildung im Ausland – Einsatz ohne Grenzen”. Ziel war es, die Beteiligten untereinander besser zu vernetzen, den Austausch zu fördern und voneinander zu lernen – auch über Organisations- und Landesgrenzen hinweg. Das Symposium fand erneut unter Zusammenarbeit mit dem THW statt.

Den Themenfeldern der heimischen Ausbildung für Auslandseinsätze bzw. der Ausbildung von Personal und Bevölkerung in Krisengebieten widmeten sich Experten von THW (Technisches Hilfswerk), BKA (Bundeskriminalamt), Bundespolizei, BMVg (Bundesministerium der Verteidigung), DKKV (Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge) und GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit). 

Ein Referent der Slowenischen Behörde für Zivil- und Katastrophenschutz verlieh der Veranstaltung in Weimar eine internationale Note. Der vielfältigen Ausbildung von Einsatzpersonal für den Auslandseinsatz bzw. Schulung von Zivilschutz- sowie Privatpersonen in weltweiten Einsatzgebieten wurde aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet:

Albrecht Broemme, Präsident des THW, eröffnete die eintägige Veranstaltung. Im Fokus seines Vortrags stand das vielseitige Ausbildungskonzept des THW sowie das Ausbildungswesen für den Auslandseinsatz für Haupt- und Ehrenamtler. Eine gute Ausbildung fuße dabei auf mehreren Säulen: einem spannenden und vielfältigen Angebot, engagierten Ausbildungsbeauftragten sowie effizienter Programmplanung. Daneben stellte er das Projekt IPA vor, ein Projekt speziell für die Balkanländer und die Türkei, das das gegenseitige Beüben von Krisenszenarien für eine Stärkung der Zusammenarbeit fokussiert.

Branko Dervodel, stellvertretender Generaldirektor der Slowenischen Behörde für Zivil- und Katastrophenschutz skizzierte in seinem Vortrag die gute Zusammenarbeit mit dem THW und den IPA-Ländern am Beispiel des Eisregens 2014 – ein Wetterphänomen, dass in der Region durchaus bekannt und handhabbar ist, doch in dem Ausmaß des vergangenen Jahres Unterstützung aus dem Ausland bedurfte. Besonders positiv habe sich die bilaterale Zusammenarbeit für die Erschließung der betroffenen Regionen von allen Grenzseiten bewährt – ein positives Beispiel für den Erfolg von IPA aufgrund der guten Verzahnung aller Beteiligten. 

Die polizeiliche Aufbauhilfe des BKA im Ausland war Thema von Sven Radtke, Referatsleiter Polizeiliche Aufbauhilfe im BKA. Die Schwerpunktthemen für die Personalschulungen im europäischen und internationalen Ausland reichen von der Drogenfahndung über Kidnapping bis hin zu Überfällen. Basis einer effektiven Kriminalitätsbekämpfung sei eine professionelle internationale Zusammenarbeit.

Bundespolizeiliche Ausbildungskonzepte und -projekte stellte Bodo Kaping, Leiter der Bundespolizei See/Abteilung Internationale Angelegenheiten und europäische Zusammenarbeit im Bundespolizeipräsidium, vor. Mit weltweit ca. 500 Beamten ist die Bundespolizei täglich im Einsatz beispielsweise im Rahmen von FRONTEX an den EU-Außengrenzen, um im internationalen Einsatz bilaterale Ausbildungsunterstützung bis hin zur Einsatzvor- und -nachbereitung. Wichtige Grundvoraussitzung stelle ein standardisiertes Verfahren für alle Verwendungen dar.

Anschließend erläuterte OTL i. G. Rolf Thielmann, Referatsleiter Modernisierung und Zusammenarbeit Wirtschaft und Wissenschaft/Abteilung Ausbildung Streitkräfte, das Ausbildungskonzept für die Streitkräfte, welche erstaunlich viele Schnittstellen zu denen der zivilen Behörden aufwies. Er rief zu einem gemeinsamen Austausch für ein modernes Ausbildungskonzept auf, das Handlungssicherheiten basierend auf der Einbindung von Lessons Learned schult.

Mit der Präsentation der Arbeit und Konzeption der Nationalen Plattform Katastrophenvorsorge DKKV öffnete Axel Rottländer, Geschäftsführer DKKV, den Nachmittag. Die Schwierigkeiten einer Nationalen Plattform als NGO kamen dabei ebenso zur Sprache wie die Erfolge der Katastrophenvorsorgemaßnahmen seitens des DKKV. Schwierig sei das Präventionsthema, da nur im Schadensfall Aufmerksamkeit auf die Folgeerscheinungen und Schäden von heftigen Naturereignissen in bevölkerten Gebieten lägen. So müsse man “Katastrophenhilfe durch die Hintertür” leisten.

Peter Wilde, Fachbereichsleiter Administrative Führung und Leitung, Internationales/Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, sprach über die Handlungs- und Kompetenzorientierung beim Ausbildungskonzept des BBK für die zivile wie militärische Personalausbildung im In- und Ausland. Neben dem Schulungsprogramm mit 500 Seminaren bei bis zu 12 000 Teilnehmern pro Jahr stellte er das EU Civil Protection Training Programm sowie die Zusammenarbeit mit den einzelnen Bundesbehörden und BOS vor.

Ingeborg Halene, Consultant Human Capacity Development bei der GIZ, schloss mit Ihrem Beitrag “Frieden und Sicherheit in der Entwicklungszusammenarbeit – Aus der Programmarbeit der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ)” das Vortragsprogramm. Schlagwörter der Arbeit an der AIZ sind dabei Krisenprävention, Konfliktbearbeitung sowie Friedensförderung.

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