Corona-Virus: DRK-Präsidentin gegen Strafgelder für Impfschwänzer

Das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat sich dagegen ausgesprochen, für nicht wahrgenommene Impftermine Strafgelder zu verhängen.

„Für viele Impfzentren ist es ein ernsthaftes Problem, dass Impftermine ohne Absage einfach nicht wahrgenommen werden. Das ist nicht nur unsolidarisch, weil sich viele andere gerne impfen lassen wollen, sondern erhöht auch den organisatorischen Aufwand ganz erheblich. Es ist jedoch nicht Aufgabe des DRK, hier ordnungspolitische Maßnahmen zu ergreifen. Wir setzen auf Freiwilligkeit und die Einsicht der Betroffenen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

DRK-Generalsekretär Christian Reuter weist außerdem auf den großen organisatorischen Aufwand, Strafgelder für Personen, die Impftermine ohne Entschuldigung verfallen lassen, auch durchzusetzen.

 „Das lässt sich in der Praxis nur sehr schwer umsetzen“, gibt Reuter zu bedenken.

Das DRK-Generalsekretariat spricht sich anstelle von Zwangsmaßnahmen für Anreize aus, um die Impfbereitschaft hochzuhalten. So werde zum Beispiel in Sachsen an einem Bonussystem mit Rabatten für Dienstleistungen gearbeitet.

Fast drei Viertel der mehr als 400 Impfzentren gegen das Corona-Virus in Deutschland werden vom DRK direkt oder mit Beteiligung des DRK betrieben.


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