17.04.2019 •

Die Bereitschaftspolizei trainiert für den Ernstfall

Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen

ots

Hannover (ots) - Hannover - Rund 140 Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizei (BP) Hannover haben heute in der HDI Arena und in der ehem. Eissporthalle Langenhagen den Ernstfall trainiert. 

Beide Übungsszenarien, ein Fußball- und ein Eishockeyspiel, boten für die Bereitschaftspolizistinnen und - polizisten realitätsnahe Bedingungen, da die BP regelmäßig bei solchen Veranstaltungen eingesetzt wird. Nachdem rund um das Fußballstadion verschiedene "fußballtypische" Einsatzlagen, wie die Begleitung eines Fanmarsches oder das Einschreiten bei einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Fans trainiert wurden, ging es im zweiten Teil der Übung um eine bedrohlichere Lage: 

Laut Übungsannahme ergehen Hinweise auf eine mit einer Machete bewaffnete Person im voll besetzten Eishockeystadium. Trainiert wurden hierbei u. a. das Evakuieren von Unbeteiligten, die Versorgung Verletzter, das Sichern des Umfeldes und die Absuche nach dem vermeintlichen Täter.

Einsatzübung der Polizei Niedersachsen in einer ehemaligen Eissporthalle.
Übung in der ehem. Eissporthalle
Quelle: ots / Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen

Der Leiter der Bereitschaftspolizei Niedersachsen, Guido von Cyrson, sowie Polizeivizepräsident Uwe Lange, der in seiner vorigen Verwendung als Leiter des Einsatzdezernats in der Polizeidirektion Hannover "nah dran" am Einsatzgeschehen war, begleiteten die Übung als Beobachter. Unmittelbar dabei waren rund 25 junge Polizistinnen und Polizisten, die erst zum 01.04. dieses Jahres ihren Dienst in der BP aufgenommen haben.

Uwe Lange dazu: "Es ist enorm wichtig, dass die jungen Kolleginnen und Kollegen nach ihrem Studium rasch in die organisatorischen Besonderheiten der Bereitschaftspolizei und das taktische Agieren in Gruppen-, Zug- oder Hundertschaftsstärke eingearbeitet werden. Der Echteinsatz kann schon morgen passieren. Die heutige Übung bietet hierfür eine realitätsnahe und gute Möglichkeit."

Hintergrund: Die primäre Aufgabe der Bereitschaftspolizei liegt in der Bewältigung sogenannter geschlossener Einsätze sowohl in Niedersachsen, als auch - auf Anforderung - in anderen Bundesländern. Das Spektrum der Anlässe ist dabei groß: Der Einsatz bei Demonstrationen, Fußballspielen, politischen Gipfeltreffen bis hin zu lebensbedrohlichen Einsatzlagen und Terrordrohungen ist möglich. Die taktische und rechtliche Aus- und Fortbildung bildet daher einen Schwerpunkt im täglichen Dienst der Bereitschaftspolizistinnen und -polizisten.

Die niedersächsische Bereitschaftspolizei verfügt aktuell über rund 1.100 Polizistinnen und Polizisten sowie Tarifbeschäftigte. Sie gliedert sich in sieben BPHen und eine Technische Einsatzeinheit (TEE). Der Aufbau der Hundertschaften ist vergleichbar, lediglich bei der Personalstärke und der Spezialisierung gibt es Unterschiede: So verfügen fünf der sieben Einheiten in Niedersachsen über eine BFE mit jeweils rund 40
Beamtinnen und Beamten./we

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