29.10.2019 •

Digitale Entwicklung verantwortungsvoll gestalten

In ihrem Gutachten gibt die von der Bundesregierung eingesetzte Datenethikkommission (DEK) Empfehlungen für den Umgang mit Daten und algorithmischen Systemen.

PantherMedia / nmedia

"Das Ziel der Bundesregierung ist klar: Die rasante digitale Entwicklung muss verantwortungsvoll gestaltet werden," erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Prof. Dr. Krings bei der Übergabe des Gutachtens in Berlin.

So hatten im September 2018 Experten aus Technik, Ethik und Recht von der Bundesregierung den Auftrag erhalten, sich mit Fragen zum Umgang mit Daten, Algorithmen und Künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen und hierzu binnen eines Jahres ethische Leitlinien und rechtliche Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Datenrechte der Verbraucherinnen und Verbraucher stärken

Die Datenethikkommission empfiehlt unter anderem mehr Kontrolle für algorithmische Systeme. Dazu sollen bereits vorhandene Aufsichtsinstitutionen gestärkt bzw. neu ausgerichtet werden. Und auch für neue Institutionen gibt es laut den Experten der Datenethikkommission Bedarf: Sie empfehlen den Aufbau eines bundesweiten Kompetenzzentrums für algorithmische Systeme.

Grundsätzlich sollen die Betreiber von Algorithmen zu mehr Transparenz und Protokollierung bei den von ihnen eingesetzten Techniken und Datensätzen verpflichtet werden. Die Datenrechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern sollen gestärkt und ethisch nicht vertretbare Datennutzung verhindert werden. Dazu gehört neben der systemischen Schädigung von Verbraucherinnen und Verbrauchern auch die Beeinträchtigung demokratischer Wahlen.

"Die Bürgerinnen und Bürger sollen den digitalen Wandel mitgestalten, um selbstbestimmt mit den Risiken umgehen zu können. Die Ergebnisse der Datenethikkommission leisten hierfür einen wichtigen Beitrag," unterstrich Prof. Dr. Krings.

Übergabe des Gutachtens der Datenethikkommission an die Bundesregierung

Insgesamt 16 Expertinnen und Experten haben in dem unabhängigen Gremium mitgearbeitet und ihre Beratungen im September 2019 auftragsgemäß abgeschlossen. Heute hat die Kommission ihr Gutachten an die Bundesregierung übergeben.


Weitere Informationen zur Arbeit der Datenethikkommission finden Sie unter www.datenethikkommission.de

Mehr zu den Themen:

Verwandte Artikel

Digitalisierung auch in der Krise zügig vorantreiben

Digitalisierung auch in der Krise zügig vorantreiben

Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, interoperable Servicekonten und Informationssicherheit - diese und andere Digitalisierungsthemen hat der IT-Planungsrat auf seiner 31. Sitzung am 25. März 2020 vorangetrieben. Die Sitzung fand aufgrund der...

E-Akte Bund: Pilotierungsbeginn im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

E-Akte Bund: Pilotierungsbeginn im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mit der Pilotierung im BMJV sind alle geplanten Pilotbehörden der Maßnahme E-Akte Bund an die Anwendung angebunden. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) ist am 20. Dezember 2019 in seine Pilotierung der E-Akte Bund...

Startschuss für die Föderale IT-Kooperation

Startschuss für die Föderale IT-Kooperation

Die FITKO wird am 1. Januar 2020 offiziell ihre Arbeit aufnehmen und den IT-Planungsrat organisatorisch und fachlich bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen. Bereits heute wurden die Räumlichkeiten von FITKO in Frankfurt am Main vom...

: