DLR kooperiert mit dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr

Am 29. Januar 2020 unterschrieben Vertreter der Bundeswehr und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Kooperationsabkommen. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll insbesondere ein wissenschaftlich-technischer Austausch erfolgen. "Mit dieser Zusammenarbeit und dem dafür notwendigen intensiven Austausch leisten wir einen aktiven Beitrag für die nationale Sicherheitsvorsorge", kommentierte Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR.

Unterzeichnung  des Kooperationsvertrages zwischen DLR und der Bundeswehr
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages durch (v.l.n.r.) Kommissarischer Programmkoordinator für Sicherheitsforschung des DLR Dr. Dirk Zimper, Befehlshaber des EinsFüKdoBw Generalleutnant Erich Pfeffer, Vorstandsvorsitzende des DLR Prof. Pascale Ehrenfreund und Referatsleiter Zukunfts- und Fähigkeitsentwicklung Oberst i.G. Martin Heidgen.
Quelle: DLR

Miteinander zukünftigen Herausforderungen begegnen

Die Kooperation zwischen dem operativ ausgerichteten Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) und dem forschungsorientierten DLR soll die Verbindung von Praxis und Wissenschaft weiter stärken. Gemeinsames Interesse besteht insbesondere in den Bereichen der Ausbildung und der Einsatzmöglichkeiten unter Nutzung moderner Technologien und Verfahren.

"Wir wollen mit diesem Kooperationsvertrag das Wissen und die Möglichkeiten des DLR für die Bundeswehr weiter erschließen. Doch das wird natürlich keine Einbahnstraße – die Kooperation soll insbesondere zum gegenseitigen Nutzen sein! Denn wir stellen Ihnen den einzigartigen militärisch-taktischen Rahmen für Informationsaustausch, Experimente und Untersuchungen", sagte Befehlshaber Generalleutnant Pfeffer.

Im Kontext des Kompetenzaufbaus sollen gemeinsame Projekte stattfinden, um Technologien und Verfahren für ein verbessertes Lagebild zu untersuchen und gemeinsam zu erproben.


Die DLR-Sicherheitsforschung

In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs. Insgesamt mehr als zwanzig DLR-Institute und -Einrichtungen liefern im Rahmen ihrer sicherheitsrelevanten Arbeiten Beiträge zur Entwicklung, Erprobung und Bewertung von Technologien, Systemen und Konzepten sowie zur Analyse- und Bewertungsfähigkeit hinsichtlich sicherheitsrelevanter Anwendungen.

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