Probelauf der Body-Cam im Einsatzdienst

ots

Bremerhaven (ots) - Die Ortspolizeibehörde Bremerhaven startete am Donnerstag den 1. August 2019 im Rahmen eines einjährigen Probelaufes mit dem Einsatz mobiler Videoüberwachungsgeräte - den sogenannten Body-Cams - im Einsatzdienst.

Die Body-Cam wird bereits seit November 2016 durch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Bremen regelmäßig im Bereich der Diskomeile und Sielwall, sowie auf Volksfesten erfolgreich eingesetzt.

Body-Cam wird im Einsatz von den Polizisten getragen
Polizisten im Einsatz ausgerüstet mit der Body-Cam
Quelle: ots/Polizei Bremerhaven

Ab heute werden die Körperkameras auch im Einsatzdienst der Ortspolizeibehörde Bremerhaven eingesetzt. Zunächst im Rahmen einer einjährigen Testphase. Analog zur Polizei Bremen erfolgt der Einsatz der mobilen Videoüberwachungssysteme ausschließlich im öffentlichen Raum. 

Die kameraführenden Polizisten tragen während des Dienstes offen erkennbar eine Weste oder einen Aufdruck auf der Uniform mit "Videodokumentation". Für den Einsatzdienst der Ortspolizeibehörde Bremerhaven wurden 16 Kamerasysteme beschafft. Diese werden an den vier Revieren Lehe, Geestemünde, Leherheide und Mitte von den zunächst rund 60 hierfür eingewiesenen und beschulten Beamten genutzt. 

Die Aufnahmen werden nur anlassabhängig angefertigt; eine ständige oder anhaltende Videoüberwachung findet nicht statt. Alle gespeicherten Aufzeichnungen, deren Aufbewahrung nicht zur Verfolgung von Straftaten erforderlich ist, werden automatisch nach zwei Monaten gelöscht. 

Aufgrund der hohen Zahlen von Widerstandshandlungen und Gewaltdelikten, mit denen Polizeibeamte konfrontiert werden, soll die Kamera als ergänzendes Element der Deeskalation und als Mittel der polizeilichen Eigensicherung eingesetzt werden. Auch vergangene Einsätze mit bestimmten Jugendgruppen haben gezeigt, dass die Hemmschwelle, Polizeibeamte zu beleidigen, zu bedrohen oder gar anzugreifen, weiter gesunken ist.

Mit den anlassbezogenen Aufzeichnungen sollen potentielle Gewalttäter abgeschreckt werden, da die aufgezeichneten Daten auch in einem sich anschließenden Strafverfahren verwendet werden dürften.

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