Unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS-Pol) unterstützt die Polizei bei Einsatzlagen

Polizeidirektion Lüneburg

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ots / Polizeidirektion Lüneburg

Lüneburg (ots) - Polizeipräsident Ring stellt Pilotprojekt in Lüneburg vor.

Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen, Erkenntnisgewinnung bei Gefahrenlagen oder als Ergänzung der polizeilichen Unfallaufnahme. Es gibt viele denkbare Einsatzmöglichkeiten, bei denen die Polizei im Landkreis Harburg, als Erprobungsdienststelle der niedersächsischen Polizei, nun auf ein unbemanntes Luftfahrtsystem zurückgreifen kann. 

Seit 2011 besteht die Möglichkeit für Dienststellen aus dem ganzen Land die zuständige Technische Einsatzeinheit der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen in Hannover anzufordern, um Tat- oder Einsatzorte aus der Luft aufzunehmen. Seit heute können die Dienststellen auch auf das Angebot der Polizeiinspektion Harburg zurückgreifen. 

"Wir sind davon überzeugt, dass unbemannte Luftfahrtsysteme einen deutlichen taktischen Mehrwert bringen", sagte Lüneburgs Polizeipräsident Thomas Ring bei der Vorstellung des Pilotprojekts am 1. März 2019 in Lüneburg.

Polizei Lüneburg mit Einsatzdrohne
(vl.) EPHK Holger Guse, Polizeipräsident Thomas Ring, POK Thomas Müller
Quelle: ots / Polizeidirektion Lüneburg

"Für unsere Bürgerinnen und Bürger können wir mit diesem Hilfsmittel bei Gefahrenlagen noch optimaler agieren." In der aktuellen Erprobungsphase von sechs Monaten haben die speziell ausgebildeten Polizisten einiges zu berücksichtigen. Jeder Einsatz erfordert die Steuerung des Fluggerätes durch einen ausgebildeten Luftfahrzeugfernführer; unterstützt wird er hierbei von einer zweiten Person. Flüge zur
Nachtzeit sowie Flüge über Menschenmengen sind nicht gestattet.

Zu den selbst auferlegten Grenzen gehört außerdem, dass das unbemannte Luftfahrtsystem ausschließlich in Sichtweite geflogen wird.
Vereinbart wurde eine maximale Höhe von 100 Metern sowie eine maximale Entfernung von 200 Metern. Holger Guse, Projektverantwortlicher der Polizeiinspektion Harburg, ist sich sicher, dass das neue Einsatzmittel eine sinnvolle Ergänzung für die Arbeit im Polizeialltag ist: "Gerade wenn ein Hubschrauber beispielsweise witterungsbedingt nicht starten kann, können wir trotzdem auf wertvolle Aufklärungsergebnisse aus der Luft zurückgreifen.

Das Fluggerät kann bei der Suche nach vermissten Personen helfen. Nach Unfällen oder Gewalttaten lassen sich Unglücksstelle oder Tatort dokumentieren." 

Medienhinweis: Für Fragen zu den taktischen Einsatzmöglichkeiten steht der Projektverantwortliche der Polizeiinspektion Harburg, Holger Guse, zur Verfügung. Erreichbar ist er über die Pressestelle der Polizeiinspektion Harburg.

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