ZOpKomBw erhält erstes Virtual Reality Videostudio

Bundeswehr/Maximilian Maiwald

Das Wirken mit Massenmedien auf freigegebene Zielgruppen ist eine Teilfähigkeit der Operativen Kommunikation der Bundeswehr. Aber wie erreicht man in der heutigen Zeit die angesprochenen Menschen? Eine zentrale Bedeutung haben TV-Beiträge und Videos, welche zunehmend über das Internet gestreamt werden. Diese Produkte werden zukünftig von den Medienspezialisten im Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr) in einem neuen Virtual Reality (VRVirtuelle Realität) Videostudio produziert.

Mit der Übergabe des VRVirtuelle Realität-Studios durch das BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr an das ZOpKomBw Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten in der Bewegtbildproduktion. "Wir können im Virtual-Studio drei Kameras über ein Robotik-System steuern. In Verbindung mit dem virtuellen System ist ein extremer Fotorealismus und eine hervorragende Produktions-Performance möglich," freut sich Oberstabsfeldwebel Dirk Arenz. "Wir sind jetzt in der Lage eine maximale Interaktion zwischen dem Moderierenden und der Virtualität in der Videoproduktion zu schaffen." Der Soldat arbeitet zukünftig mit dem System, das sich auf dem neusten Stand der Technik präsentiert. 

Die Kameraroboter können beispielsweise so programmiert werden, dass sie den Moderierenden in bestimmten Abständen und Winkeln genau folgen. Auf der sechs mal sechs Meter großen Green-Area, werden lageangepasst Bilder oder Videos, sogenannte "Hintersetzer" eingespielt. Der gesamte Aufbau ist vergleichbar mit den Möglichkeiten, die man aus der abendlichen "Tagesschau" kennt. In der "Control-Room-Area", welche an das Studio anschließt, sind die vier operativen Hauptfunktionsbereiche eingerichtet: Grafik, Ton, Bildtechnik/Mischung und Automatisation mit der entsprechenden Operator-, Mess- und Monitoring-Technik. Hier setzt die am Markt zurzeit am weitesten entwickelte Echtzeit-VRVirtuelle Realität-Systemtechnik an.

Symbolische Übergabe vom Studio an den Kommandeur des ZOpKomBw Zentrum...
Symbolisch übergeben Oberstleutnant Kai Marquardt (li.), zuständiger Referatsleiter im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, zusammen mit dem technischen Regierungsoberamtsrat Matthias Wobbermin (re.), das Studio an den Kommandeur des ZOpKomBw Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr, Oberst Dr. Stefan Gruhl.
Quelle: Bundeswehr/Maximilian Maiwald

Feierliche Übergabe am ZOpKomBw

Mit der Übergabe in der Mayener Oberst-Hauschild-Kaserne wird ein bedeutender neuer Abschnitt für die Medientechnik der Bundeswehr erreicht. Oberst i.G.im Generalstabsdienst Dr. Stefan Gruhl, Kommandeur des ZOpKomBw Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr, würdigte in seiner Rede die hervorragende Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. 

Die Projektleitung im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) stand bei der Realisierung des Projektes vor verschiedenen Herausforderungen. Unter anderem wurden sogenannte Teilregenerationen des alten Studios und Umbaumaßnahmen geplant und umgesetzt. Kurz vor der Übergabe wurde es besonders knifflig: "Aufgrund kurzfristiger Umplanungen musste das gesamte Studio innerhalb von nur drei Monaten in ein anderes Gebäude umgebaut und dort in Betrieb genommen werden," sagt der technische Regierungsoberamtsrat Matthias Wobbermin. Der erfahrene Referent aus dem BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr managte auch diese Aufgabe teilweise im laufenden Betrieb. Gleichzeitig wurde das Personal in das neue System eingewiesen.

Mit der neuen Videostudiotechnik am ZOpKomBw Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr ist das Zeitalter der Virtual- und Augmented Reality in der bundeswehreigenen Medientechnik angekommen. In den nächsten Jahren wird sie sicherlich in weiteren zentralen Produktionseinrichtungen der Bundeswehr zur Anwendung kommen.

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