Das Wort Alarm stammt aus dem Französischen und heißt „an die Waffe“. Im übertragenen Sinne bedeutet es, dass Feuerwehrmänner, Entstörungsdienste oder Servicetechniker, an die der Alarm gerichtet ist, auf ein Ereignis aufmerksam werden und sofort darauf reagieren sollen. Wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, hohe Sachschäden drohen oder die öffentliche Sicherheit gefährdet ist, zählt jede Sekunde. Absolut zuverlässige Kommunikationsmittel und kurze Alarmierungszeiten sind deshalb ein Muss.

Verlässliche Erreichbarkeit ist deshalb für eine professionelle Alarmierung unabdingbar. Gerade, wenn es sich um kritische Situationen oder um die Rettung von Menschenleben handelt. Oft werden Personen alarmiert, die im Bereitschaftsdienst sind. Die Alarmierung stellt hierbei in der Regel den ersten Kontakt dar. Primär sollen Informationen übermittelt werden, die der Empfänger benötigt, um seinen Einsatz zu starten.

Neben der Nachricht zum sofortigen Einsatz wird häufig auch eine erste Klassifizierung oder der Einsatzort übertragen. Diese ersten Informationen sind besonders wichtig, weil dem Empfänger mitgeteilt wird, dass sein Handeln unmittelbar erforderlich ist und welches die nächsten Schritte sind.

Parallele Nutzung von zwei Kommuni­kations­netzen

Für den Empfang von Funkrufen im Amateurfunk modifizierter Skyper. (Bild: Denis Apel / flyingpixel.de/Wikipedia)

Für den Empfang von Funkrufen im Amateurfunk modifizierter Skyper. (Bild: Denis Apel / flyingpixel.de/Wikipedia)

Für die Übertragung von kritischen Informationen zum Funk­empfän­ger gibt es einen neuen Alarmierungsdienst (e*Message), der zwei Kommunikationsnetze parallel und redundant nutzt („2wayS by e*Message“). Bei diesen zwei parallel genutzten Kommunikationsnetzen handelt es sich um ein Sicherheitsfunknetz, das mit 800 Senderstandorten eine von anderen Funknetzen unabhängige bundesweite Versorgung gewährleistet sowie um eines der Mobiltelefonnetze. Für den Nutzer geschieht dies völlig unsichtbar. Es gibt keinen Unterschied, über welchen oder wie viele der Übertragungswege die Information übertragen wurde. Der zweite bidirektionale Übertragungsweg ermöglicht außerdem eine aktive Quittung und eine individuelle Rückmeldung des Empfängers.

Enorme Steigerung der Zuverlässigkeit

Die parallele gleichzeitige Nutzung von zwei völlig unterschiedlichen Netzen zur Übertragung der Alarmierung steigert die Zuverlässigkeit ungefähr um den Faktor 100 – 200. Die weitaus höhere Zuverlässigkeit ist aber entscheidend davon abhängig, dass es sich bei einem der beiden parallel eingesetzten Netze um ein dediziertes Sicherheitsnetz handelt. Zwei öffentliche Mobiltelefonnetze können nicht dieselbe Sicherheit bieten. Denn gerade durch die immer stärkere Verknüpfung und Gleichschaltung der öffentlichen Mobiltelefonnetze ist eine zunehmende Korrelation bei Störungen und Ausfällen dieser Netze zu beobachten. Das bedeutet, dass es nicht besonders sinnvoll ist, eine zweite SIM Karte zu benutzen, weil es recht wahrscheinlich ist, dass der andere Betreiber von einer Störung ebenso betroffen ist. Eine solche Korrelation existiert im Verhältnis Sicherheitsfunknetz/Mobiltelefonnetz nicht, somit wird eine echte Redundanzfunktion ermöglicht.

Anbindung an Leitstellen

Der neue Dienst bietet außerdem eine API (Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung) zur Anbindung an Leitstellen und andere Alarmierungsoberflächen. Über die API können die Alarmierungen ausgelöst und auch die Rückmeldungen und Quittungen ausgelesen werden. Im Dienstpreis sind die Datenübertragungen sowohl im Sicherheitsfunknetz als auch im öffentlichen Funknetz enthalten. Es gibt Meldeempfänger, die neben einem lauten Alarmton auch einen Vibrationsalarm und ein gut lesbares Display bieten sowie über zwei integrierte Funk­empfänger für den redundanten Empfang verfügen.

 

Carsten Hofmann
Experte für Alarmierungsdienste
C.Hofmann@emessage.de