15.08.2019 •

vfdb kritisiert E-Scooter-Zulassung ohne Expertenanhörung

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© Bildagentur PantherMedia / huhulin

Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) hat die schnelle Zulassung von Elektro-Rollern im öffentlichen Straßenverkehr kritisiert. "Die bisherigen Erfahrungen mit den sogenannten EScootern haben gezeigt, dass von Seiten des Gesetzgebers dringend Nachbesserungen notwendig sind", sagte vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner.

Zugleich forderte Aschenbrenner, bereits rechtzeitig vor der Einführung neuer Technologien Feuerwehren und Rettungsdienste zur Beurteilung des Gefährdungspotenzials einzubeziehen. "In den vergangenen Wochen ist es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, an denen die Fahrzeuge beteiligt waren", sagte der vfdb-Präsident, der auch Leiter der Dortmunder Feuerwehr ist. 

"In mehreren Fällen erlitten dabei die Rollerfahrer schwere Kopfverletzungen. Auffällig ist, dass die Verunglückten - wie bislang von Notärzten berichtet wird - in keinem Fall Schutzhelme getragen hatten." Auch gebe es offenbar zahlreiche Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. "Die Erfahrungen zeigen immer wieder, dass es mit Appellen und Mahnungen nicht getan ist", so Aschenbrenner weiter. Deshalb sei es dringend erforderlich, sich mit den Experten an einen Tisch zu setzen, um über Ergänzungen zu den wenigen bislang bestehenden Vorschriften zu beraten. "Es ist zu befürchten, dass mit weiter steigenden Nutzerzahlen auch die Unfälle noch zunehmen", befürchtet der vfdb-Präsident.

Nicht zu unterschätzen sei aber auch die mögliche Brandgefahr, die von den Lithium-Ionen-Akkus der Roller ausgehen könnte.

Hier gebe es noch viele ungeklärte Herausforderungen. Vor einigen Wochen erst war am Niederrhein eine Halle ausgebrannt, in der 100 E-Scooter lagerten. Die Polizei schloss dort eine Selbstentzündung der Akkus nicht aus.


Über die vfdb

Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) versteht sich als das Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und Sicherheit. Sie zählt mehr als 3.000 Mitglieder. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung der wissenschaftlichen und technischen Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr. Das gilt für den Brandschutz ebenso wie für die technische Hilfeleistung, den Umweltschutz, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Die vfdb bietet fachliche Unterstützung und ein breites, professionelles Netzwerk. Anwender wie die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen sind mit wissenschaftlichen Institutionen und Leistungserbringern aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor vereint.

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