4. Forum Bevölkerungsschutz - erstmals im digitalen Format

Die Digitalisierung ist ein essenzieller Teil unseres Lebens geworden, der nicht mehr wegzudenken ist – auch im Bevölkerungsschutz. Deshalb stand das diesjährige 4. Forum Bevölkerungsschutz der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen unter dem Motto „Von Online-Lehre und Drohnen“. 

Veranstaltet wurde das Forum erstmals als Online-Event. Auf der Videokonferenz am 7. November wurden insbesondere die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Bevölkerungsschutz in den Blick genommen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Heiner Mansholt, Fachbereichsleiter Bevölkerungsschutz und Einsatzdienste an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen und Thorsten Ernst, Bereichsleiter Einsatzdienste, Jugend und Ehrenamt im LV Niedersachsen/Bremen.

Für die Thematische Einführung mit dem Titel „Digitalisierung im Bevölkerungsschutz? – Eine Standortbestimmung“ konnte Kathrin Stolzenburg, Pädagogische Leiterin der AKNZ gewonnen werden.

Das Feld „Onlinelehre im Bevölkerungsschutz als Chance auch nach Corona – Sachstand und Ausblicke“ beleuchtete Heiner Mansholt, Fachbereichsleiter Bevölkerungsschutz und Einsatzdienste an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. Dabei standen die aktuellen Erfahrungen und die Perspektive zur didaktischen Ausrichtung auf das Konzept des „flipped classroom“ im Mittelpunkt.

Mit Frank Potthast konnte ein ausgewiesener Experte für den Bereich „Drohne“ gewonnen werden. Er hat das Thema „Drohnen als digitales Auge: Rechtliche Grundlagen und Taktik“ näher beleuchtet.

Die Teilnehmenden konnten in einem kurzen Workshop selbst erste Erfahrungen mit einem virtuellem Lernformat machen. Andreas Franke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen, und Heiner Mansholt hatten zwei Erkundungsübungen über Moodle, der E-Learning-Plattform der JUH, bereitgestellt. Ein Video zeigte die Lage, auf welche die Sanitätsgruppe beim Eintreffen am Einsatzort vorfindet. Die Teilnehmenden des Workshops fertigten eine Lageskizze auf einem taktischen Arbeitsblatt an, erarbeiten eine Lagemeldung und diskutierten anschließend im Plenum das Ergebnis.

Das Fazit der Veranstalter fällt positiv aus. Besonders bemerkenswert war die erzielte Reichweite durch das digitale Format. Teilnehmende nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus allen möglichen Organisationen waren diesmal dabei - wenn auch nur virtuell. Das war eindeutig ein Vorteil, erklärt Heiner Mansholt: „eLearning lebt vom Machen - mit dem 4. Forum Bevölkerungsschutz 2020 haben wir das ernst genommen und einfach mal gemacht: Digital!“

Auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden lassen darauf schließen: Es bleibt sicherlich nicht die einzige digitale Fortbildungsveranstaltung. „Die Veranstaltung war ein Erfolg und hat sehr gut das Potential von Online-Fortbildungsformaten gezeigt. Wir können damit Menschen erreichen, die nicht den Weg nach Hannover gefunden hätten. Letztendlich fehlt aber der soziale Austausch und die Tasse Kaffee sowie das Fachsimpeln in den Pausen. Ich denke, dass wir auch nach der Pandemie Onlinefortbildungen anbieten werden, Face to Face-Kommunikation bleibt aber unentbehrlich“, ergänzt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen.

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