31.12.2020 •

E-Mobilität im Rettungswesen – lohnt sich der Umstieg?

Ob PKW, Roller-Sharing-Systeme oder die steigende Zahl der privat genutzten E-Bikes, E-Mobilität ist längst auf unseren Straßen angekommen. Und der Trend legt nahe, dass sie sich auch in Zukunft weiter durchsetzen wird. Fahrzeuge mit Elektromotor können sich zunehmend als effizient, leistungsstark und sparsam behaupten. Es liegt also nahe, diese nachhaltige Technologie auch im Sonder- und Rettungsfahrzeugbau zu etablieren.

Die WAS E-Ambulanz Mercedes-Benz Sprinter Kofferaufbau 5,5 T
Die WAS E-Ambulanz Mercedes-Benz Sprinter Kofferaufbau 5,5 T: Der
leistungsstarke Antrieb mit einem Drehmoment von 1150 Nm ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und überzeugt mit hohen Beschleunigungswerten.
Quelle: WAS

Leistung ist alles

Ganz vorne beim Forschen und Entwickeln von E-Mobilität im Rettungswesen steht derzeit die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS) mit ihrer weltweit ersten E-Ambulanz mit Leichtbaukofferaufbau. Die WAS E-Ambulanz konnte schon im Regelrettungsdienst getestet und eingesetzt werden und die Erfahrungen von Fahrzeughersteller und beteiligten Rettungsdiensten zeigen: Es lohnt sich, offen für Neues zu sein. Denn die E-Ambulanz überzeugt nicht nur mit hoher Performance und hohen Beschleunigungswerten, sondern auch mit einer überraschend großen Reichweite. Rund 200 km schafft sie unter realen Bedingungen mit einer Akkuladung – und das bei einem Gewicht von 5,5 t. Mit Zwischenladungen an den Krankenhäusern und Wachen kann die E-Ambulanz im Stadtbereich ganztägig durchgängig eingesetzt werden. Die Ladezeiten variieren in einem Zeitraum von 1,5 bis 4 Stunden, je nachdem, ob mit dem optionalen 50-KW-Schnellladesystem oder im 22-KW-Modus geladen wird.

Nachhaltigkeit wird gefördert

Wer sich von den technischen Details unbeeindruckt zeigt, den bringen möglicher Weise die finanziellen Vorteile zum Umdenken. Die Forschung und Entwicklung der E-Mobilität wird vom BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) unterstützt. Konkret bedeutet das auch die Förderung der Beschaffung von Elektrofahrzeugen und den Ausbau von Ladeinfrastruktur. Davon profitieren auch Elektromobilitätsprojekte im Rettungswesen. Zusätzlich gibt es oft auch viele lokale Fördertöpfe. Während man hier noch nicht ganz sicher sagen kann, wie sich die Finanzierungsbereitschaft von Förderern und Beschaffern im Rettungswesen in den nächsten Jahren weiterentwickelt, dürfte bereits feststehen: Strom wird auch auf lange Sicht unschlagbar günstiger sein als fossiler Kraftstoff. Der Umstieg kann sich lohnen.

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