Feuerwehrkrebs: Die unterschätzte Gefahr im Einsatz

Mangelnde Dekontamination verschleppt krebserregende Gefahrstoffe von der Einsatzstelle bis ins heimische Schlafzimmer. Feuerwehrleute sind im Einsatz vielen Risikofaktoren von Krebserkrankungen ausgesetzt: Brandrauch, Dieselabgase oder Baustoffe wie Asbest. In jeder Faser der Kleidung stecken danach die Brandgase und andere krebserregende Gefahrstoffe. Aber schon mit einfachen Tipps können sich Retter nach dem Einsatz schützen.

Im Einsatz sind Feuerwehrleute Ruß, Brandrauch und anderen Gefahrstoffen...
Im Einsatz sind Feuerwehrleute Ruß, Brandrauch und anderen Gefahrstoffen ausgesetzt. Deshalb müssen auch die Schuhe nach jedem Einsatz gründlich gereinigt werden.
Quelle: HAIX®

FeuerKrebs im Einsatz für mehr Aufklärung

Die Organisation FeuerKrebs gUG informiert Feuerwehrmänner und -frauen erfolgreich über dieses wichtige Thema. Marcus Bätge, einer der Gründer, brennt für die Aufklärungsarbeit. Auf Veranstaltungen und in Vorträgen erklärt er Feuerwehrleuten die Risiken und was dagegen getan werden kann. Dabei hat er sich viel vorgenommen: ,,Wir wollen den Kolleginnen und Kollegen unbürokratisch helfen und sie in ihrem Schicksal nicht alleine stehen lassen. Wir wollen erreichen, dass ausgewählte Krebserkrankungen als Berufskrankheit bei Feuerwehreinsatzkräften anerkannt werden." Um Aufmerksamkeit auf dieses ernste Thema zu lenken, hat sich auch ein Team aus Feuerwehrsportlern gebildet, die für FeuerKrebs bei Wettkämpfen an den Start gehen und vor Ort ihre Kameradinnen und Kameraden informieren. 

Gründliche Dekontamination schützt

Oft soll es schnell gehen und Zeit für gründliche Hygienemaßnahmen bleibt nach dem Einsatz nicht. Jedoch verhindert die konsequente Trennung von Schmutzig- und Sauberbereichen die Übertragung von krebserregenden Stoffen. Fahrzeuge und Aufenthaltsbereich sollten baulich getrennt sein. Noch an der Einsatzstelle sollten Ausrüstung, Kleidung und Schuhwerk von Schmutz befreit oder gleich weggepackt werden und gegen Wechselkleidung wie Jogginganzüge getauscht werden.

Ein entscheidender Faktor ist übrigens das Schuhwerk

Schuhe verteilen den Schmutz von der Einsatzstelle im Feuerwehrhaus. Deshalb sollten in jeder Wache geeignete Ausrüstung zum Waschen und Säubern von Stiefeln vorhanden sein und Schuhpflegemittel bereitstehen.

Nach dem Einsatz sollte vom Feuerwehrstiefel auf Dienst- bzw. Sicherheitsschuhe gewechselt werden. Einsatzkleidung und -schuhe haben in Aufenthaltsräumen nichts zu suchen.



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