Großübung der Freiwilligen Feuerwehren Bottrop

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ots / Feuerwehr Bottrop

Bottrop (ots) - Zerstörte Autowracks, verletzte Personen auf dem Boden, Hilfeschreie, Feuer, Rauch... Es waren dramatische Bilder, die sich am heutigen Vormittag auf dem Gelände der Firma Stremmer Sand + Kies GmbH in Kirchhellen abspielten.

Glücklicherweise handelte es sich bei dem Szenario um eine Übung, an der 75 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren aus Bottrop teilnahmen. In der Regel wird einmal jährlich eine solche Großübung durchgeführt, um die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren untereinander zu verbessern.

Die Großübung beinhaltete die Rettung aus zerstörten Autowracks.
Ein Bestandteil der Großübung der Freiwilligen Feuerwehr war Rettung aus Autowracks.
Quelle: ots / Feuerwehr Bottrop

Die Vorbereitung der Übung wurde von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Sachgebiets Ausbildung der Berufsfeuerwehr und Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt. Das Deutsche Rote Kreuz stand während der Übung bereit, um eventuelle Verletzungen der Übungsteilnehmer umgehend zu versorgen.

Angenommenes Übungsszenario war ein illegales Autorennen, bei dem 6 Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt wurden. Die Fahrzeuge waren teils stark deformiert, mehrere Insassen eingeklemmt. Ein Fahrzeug fing beim Eintreffen der Einsatzkräfte an zu brennen. Die Insassen wurden durch Übungspuppen dargestellt, Soundboxen mit Hilfeschreien und Schmerzenslauten trieben den Stresslevel der Übungsbeteiligten weiter nach oben.

Die Aufgabe der ersten Einsatzkräfte lag zunächst darin, sich einen Überblick zu verschaffen und zu entscheiden, welche Patienten am schnellsten gerettet werden mussten. Dazu mussten die Einheitsführer schauen, welche Patienten am schwersten verletzt waren oder durch einen Brand in Lebensgefahr schwebten. 

Anschließend erfolgte die technische Rettung. Diese war je nach Unfallfahrzeug unterschiedlich aufwändig. Teilweise lagen die Fahrzeuge auf dem Dach oder der Seite, so dass vor dem Herausschneiden der Eingeklemmten umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zur Stabilisierung der Fahrzeuge nötig waren.

 Ein starker Regenschauer behinderte die Feuerwehrleute zusätzlich, sorgte doch der matschige Untergrund für weitere Instabilität. Ca. 40 Minuten nach Übungsbeginn konnte auch der letzte Verletzte aus seinem Fahrzeug befreit werden.

Anschließend trafen sich alle Übungsbeteiligten im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen zu einem gemeinsamen Mittagessen. Hier bedankte sich Kim Heimann, Amtsleiter der Feuerwehr Bottrop, bei allen Einsatzkräften und hob besonders die Leistung der Vorbereitungsgruppe hervor. "Ein Szenario zu entwickeln, bei dem alle 75 Einsatzkräfte eingebunden und gefordert werden, ist eine große Herausforderung. Nach meinem Eindruck ist dies bei dieser Übung hervorragend gelungen." Ein großer Dank ging ebenfalls an die Firma Stremmer Sand + Kies, die das Gelände für die Übung zur Verfügung stellte.

Autowracks mussten bei der Großübung gelöscht werden.
Löscharbeiten bei der Großübung der Freiwilligen Feuerwehr
Quelle: ots / Feuerwehr Bottrop

Übungsleiter Frank Lindemans ging anschließend auf die ersten Erkenntnisse der Übung ein. Er bewertete den zeitlichen Ablauf der Übung sehr positiv. Sowohl die Erkundung als auch die technische Rettung liefen sehr zügig und koordiniert ab. Auch die Durchführung der Patientenrettungen konnte nach erstem Eindruck als gut gelungen angesehen werden. Verbesserungspotenzial sieht Lindemans in der Koordination des Raumes. 

Durch die hohe Anzahl an Einsatzkräften auf engem Raum, musste insbesondere die Fahrzeugaufstellung sehr gut koordiniert werden. Hier sind in Zukunft klarere Absprachen notwendig.


In den nächsten Tagen wird die Detailauswertung erfolgen. Weiteres Bildmaterial wird im Laufe der nächsten Woche auf dem Facebook-Kanal der Feuerwehr Bottrop veröffentlicht. (Du)

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