Hygienekonzept ermöglicht Einstieg in die Kreisausbildung für die Feuerwehren

14 neue Truppführer für die EN-Feuerwehren

ots/Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr e. V.

Die Feuerwehren des EN-Kreises (Hattingen, Ennepetal, Schwelm, Wetter, Sprockhövel, Herdecke und Breckerfeld) verfügen seit Samstag über 14 neue Truppführer. Nach einem fünfwöchigen Lehrgang stand am Wochenende die Abschlussprüfung an der Kreisfeuerwehrzentrale auf dem Plan. Diese wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit guten Noten bestanden.

Die Teilnehmer mussten zunächst eine schriftliche Arbeit absolvieren. Danach wurden praktische Übungen sowie eine mündliche Prüfung absolviert. Die Grundlagen der Feuerwehrdienstvorschriften für den Brandeinsatz und der Technischen Hilfeleistung wurden bei den Einsatzübungen auf dem Außengelände abgeprüft. So musste eine eingeklemmte Person unter einem PKW mit pneumatischem Rettungsgerät befreit werden. 

Im Brandhaus wurde eine Menschenrettung unter realistischen Bedingungen (Feuer und Rauch) nachgestellt. Hier gingen die Kräfte truppweise unter Atemschutz im dichten Brandrauch vor. Die Ausbilder werden an den fünf Wochenenden neben den Bediensteten der Kreisfeuerwehrzentrale aus den Städten Ennepetal, Schwelm, Gevelsberg, Sprockhövel, und Herdecke gestellt.

Feuerwehr übt Einsatz im Brandhaus.
Übungen im Brandhaus
Quelle: ots/Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr e. V.

Erhöhter Aufwand und erschwerte Lehrgangsbedingungen durch Covid-19

Kreislehrgänge zuvor abgesagt werden. Mit dem Truppführer Lehrgang wurde der Lehrgangsbetrieb mit einem speziellen Hygienekonzept wiederaufgenommen, welches von Kreisausbildungsleiter Rüdiger Kaiser erstellt wurde. Die Einhaltung der Hygienevorschriften hatte während des Lehrganges oberste Priorität. Es wurden zwei Lehrgangsgruppen, die räumlich voneinander getrennt waren, eingeteilt. Der Unterricht musste so zweimal, für jede Gruppe einzeln, durchgeführt werden. 

Neben der Kreisfeuerwehrzentrale wurde auch die Feuerwache Nord der Feuerwehr Gevelsberg für die Ausbildung genutzt. "Dies war ein hoher Aufwand, welcher aber erforderlich war. Die Teilnehmer mussten während des Unterrichtes einen Mindestabstand zueinander einhalten. Grundsätzlich war eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Nach dem Unterricht wurden Unterrichtsort und Übungsmaterialien desinfiziert", so Lehrgangsleiter Rüdiger Kaiser über die Schutzmaßnahmen. Auch wenn die hiermit einhergehenden Einschränkungen insbesondere im Rahmen der praktischen Ausbildung spürbar waren, sind sich dennoch alle Beteiligten darüber einig, dass der Neustart in die Kreisausbildung erfolgreich gelungen ist.

Hintergrund: Der Truppführerlehrgang ist der höchste Feuerwehrlehrgang der im EN-Kreis an der Kreisfeuerwehrzentrale in Gevelsberg-Silschede ausgebildet wird. Die weiterführende Führungsausbildung wird nach dem Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster durchgeführt. An der Kreisfeuerwehrzentrale finden die Ausbilder gute Rahmenbedingungen, wie das Brandhaus, um realistische Einsatzszenarien darzustellen. Hier werden die Kräfte für die tagtägliche Einsatzpraxis bestmöglich vorbereitet. Ein Truppführer führt im Einsatz bis zu zwei weitere Feuerwehrangehörige und arbeitet dem Gruppenführer zu.

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