HPI-Direktor Meinel bei Potsdamer Sicherheitsgesprächen:

"Deutschland muss digital souveräner werden, um international auf Augenhöhe agieren zu können."

HPI/Kay Herschelmann

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) bringt heute im Rahmen der "Potsdamer Gespräche zur Nationalen CyberSicherheit" einen kleinen exklusiven Kreis an Vertretern deutscher Sicherheitsbehörden, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Schwerpunktthemen der Gespräche sind die steigende Bedrohung durch Cyberangriffe und die notwendige Stärkung der IT-Sicherheit und der digitalen Souveränität Deutschlands, aber auch die besonderen Risiken im Zusammenhang mit der anstehenden Bundestagswahl oder Schadprogrammen wie Emotet. Die Gespräche sind nicht öffentlich, aber wir konnten einige Zitate für Sie zusammenstellen:

Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

"Die COVID-19-Pandemie hat zu einer nie dagewesenen Nutzung des Digitalen geführt. Damit werden Angriffsvektoren im digitalen Raum noch relevanter. Dieser Bedrohungslage müssen wir uns entgegenstellen: indem wir Informationssicherheit als Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung begreifen und in die Tat umsetzen." 

Michael Niemeier, Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz

"Im Wahljahr 2021 geht das Bundesamt für Verfassungsschutz von einem erhöhten Gefährdungspotenzial durch illegitime ausländische Einflussnahme aus. Doch unsere Cyber- und Spionageabwehr ist gut aufgestellt und ressortübergreifend vernetzt, um die Sicherheitsinteressen unserer Demokratie zu schützen." 

Prof. Claudia Eckert, Direktorin Fraunhofer AISEC

"Die Pandemie verdeutlicht unsere starke Abhängigkeit von verlässlicher IT. Die gleichzeitige große Zunahme der Cyberangriffe zeigt, dass erhebliche Investitionen erforderlich sind, um diese Abhängigkeit zu reduzieren und die Cybersicherheit zu verstärken. Erforderlich sind u.a. Werkzeuge zur automatisierten Beurteilung von Sicherheitsrisiken beim IT-Einsatz und die Entwicklung vertrauenswürdiger Hardware, mobiler Plattformen oder Datenräume." 

Thomas Fetten, Chief Executive Officer Deutsche Telekom Security GmbH

 "Die Digitalisierung hat während der Pandemie einen starken Schub erhalten. Deutschland und Europa haben nun die Chance im Bereich der Digitalen Souveränität entscheidende Schritte einzuleiten: Self-Souverän-IDs, Europäische Cloud Lösungen wie GaiaX, Künstliche Intelligenz, aber auch eine verstärkte Kompetenz im Bereich Cyber-Security werden essenziell sein, um in der globalen Digitalisierungswelle eine führende Rolle zu übernehmen." 

Wilfried Karl, Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)

 "Um in der digitalen Welt Cybercrime wirksam bekämpfen zu können, benötigen die Sicherheitsbehörden effektive Instrumente. Die ZITiS unterstützt mit entsprechenden Technologien und Methoden. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Cyberfähigkeit der Sicherheitsbehörden und deren digitaler Souveränität." 

Prof. Christoph Meinel, Gastgeber und Direktor des Hasso-Plattner-Instituts

 "Als ein führendes Industrieland muss Deutschland digital souveräner werden, um seine eigenen Normen und Werte auch im Cyberraum durchsetzen und international auf Augenhöhe kooperieren und agieren zu können." 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang "IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 700 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering", "Digital Health", "Data Engineering" und "Cybersecurity" können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. 

Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studierende nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 21 Professorinnen und Professoren sowie über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in den HPI Research Schools für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Irvine, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.


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