09.05.2023 •

BSKI: Abschaltung der AKW gefährdet Versorgungssicherheit

Der BSKI sieht mit großer Sorge die Gefahren von Strom-Versorgungslücken angesichts der anstehenden Abschaltung der letzten drei bestehenden Atomkraftwerke in Deutschland am 15. April.

BSKI: Abschaltung der AKW gefährdet Versorgungssicherheit
Quelle: BSKI

„Wir benötigen eine sichere Stromversorgung rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr“, bekräftigt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BSKI e.V., Dr. Hans-Walter Borries.

Er teilt die Befürchtungen des Präsidenten der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, vor einem Standortnachteil für Deutschland angesichts des bevorstehenden Atomausstiegs. Adrian hatte erklärt, man müsse weiterhin alles dafür tun, das Angebot an Energie auszuweiten und es keinesfalls weiter einzuschränken.

Borries, Lehrbeauftragter an der Hochschule Magdeburg-Stendal zum Thema „Schutz und Resilienz KRITIS im Hinblick auf die Energieversorgung“, sieht durch das Abschalten der AKW die Versorgungssicherheit des Industriestandortes Deutschland gefährdet gerade in den Zeiten, wenn auf dem Meer Windflaute herrsche und nachts kein Sonnenstrom produziert werden könne.

„Damit geht ein sicherer und CO2-armer Energieträger zu Lasten von Kohlekraftwerken verloren, die mehr Kohlendioxid in die Luft pusten“, so Borries: „Die angestrebte Klimawende benötigt einen sicheren Technologiemix, will man sich nicht von Stromeinkäufen aus dem benachbarten Ausland abhängig machen.“

Der BSKI ist die zentrale Anlaufstelle für Entscheider aus Kritischen Infrastrukturen, um ganzheitliche Schutzkonzepte zu etablieren. Seine Aufgabe ist es, Sicherheitsrisiken für kritische Infrastrukturen und deren Zulieferer frühzeitig zu erkennen und durch gezielte Konzepte für Prävention, Reaktion und Postvention zu reduzieren.


Originalquelle: pm-bski-abschaltung-akw-versorgungssicherheit.pdf 

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