02.09.2022 •

Waldbrandgefahr

Zur Beurteilung der Waldbrandgefahr informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) über den Waldbrandgefahrenindex (WBI). Diese Waldbrandgefahrendarstellung beruht auf meteorologischen Daten für eine bestimmte Region, wie die Mittagswerte von Lufttemperatur, relativer Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und 24-stündige Niederschlagsmenge, ggf. Schneehöhenmessungen. Die Darstellung beinhaltet auch eine Prognose für die kommenden vier Tage. Der Index wird in der Regel im Zeitraum von März bis Oktober herausgegeben. Angelehnt an internationale Standards umfasst der Index fünf Gefahrenstufen (1 = sehr geringe Gefahr, 2 = geringe Gefahr, 3 = mittlere Gefahr, 4 = hohe Gefahr, 5 = sehr hohe Gefahr).

In Rheinland-Pfalz treten häufig Bodenfeuer auf, in deren Folge sich dann Waldbrände entwickeln. Für Waldbereiche mit offeneren Graslandschaften kann daher die Berücksichtigung von Bodenfeuchte  und Graslandfeuerindex hilfreich sein. Nach dem DWD handelt es sich bei diesem Index um „offenes, nicht abgeschattetes Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs“.

Die Grafiken bieten vor allem in der Zusammenschau einen ersten Eindruck der Gefahrenlage, der um die örtliche Entzündungs- und Brennfähigkeit ergänzt werden sollte. Wesentliche Beurteilungskriterien vor Ort sind das Brennmaterial (ins. Anfälligkeit der unterschiedlichen Baumarten oder Waldgesellschaften gegenüber Brand) und der phänologische Entwicklungsstand (z.B. Risikosenkung von Waldbränden mit abgeschlossener Blattentfaltung in den Baumkronen).

Waldbrandgefahr
Quelle: DWD.de

Das Bild spiegelt die aktuelle Waldbrand-Gefahrensituation in Rheinland-Pfalz wieder. Wenn Sie das Bild anklicken gelangen Sie auf den Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes. Sollte gerade kein Bild zu sehen sein, stehen seitens des DWD keine Waldbranddaten zur Verfügung.

Waldbrandgefahr
Quelle: DWD.de

Der Graslandfeuerindex (GLFI) beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Er zeigt das witterungsbedingte Feuerrisiko in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr (grün) bis 5 = sehr hohe Gefahr (lila) – ebenso wie bei dem für Waldlandschaften verwendeten Waldbrandgefahrenindex (WBI).

Waldbrandgefahr
Quelle: DWD.de

Aktuelle Bodenfeuchtesituation in Deutschland in der Schicht 0 - 60 cm unter Gras bei lehmigen Sand (leichter Boden) oder sandigem Lehm (schwerer Boden). Da die Messung der Bodenfeuchte sehr aufwendig und fehlerbehaftet ist, wird sie mittlerweile nicht mehr gemessen, sondern berechnet.


Mehr zu den Themen:

Verwandte Artikel

Geodaten – ein Instrument für Katastrophen­prävention in Waldbrandzeiten?

Geodaten – ein Instrument für Katastrophen­prävention in Waldbrandzeiten?

Der 27. Juni 2022 – großer Bahnhof für den Landesbetrieb "Landesvermessung und Geobasisinformation" von Brandenburg in Potsdam. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, und einer seiner Stellvertreter, der...

Rekord-Waldbrandsommer 2022

Rekord-Waldbrandsommer 2022

Die AGDW Die Waldeigentümer und der Deutsche Feuerwehrverband haben auf der Bundespressekonferenz ein staatliches Unterstützungsprogramm zur Waldbrandprävention gefordert.

:

Photo

RadXplore-ident

Der RadXplore-ident ist ein ultrakompakter, robuster und empfindlicher Radionuklid-Identifizierer (RID) der sich durch einen großen Energiebereich, einen hohen Durchsatz und eine exzellente…