Container für die Rettungsbranche

Fahrzeugbau-Spezialist Balthasar Göbel & Sohn aus Aschaffenburg entwickelt erstmals Wechselmodule für den Katastrophenschutz

Fachberater Karl Treß (links) und Vertriebslei-
ter Marius Göbel (rechts) vor...
Fachberater Karl Treß (links) und Vertriebslei-
ter Marius Göbel (rechts) vor Unimog U 5023 auf der Rettmobil in Fulda
Quelle: Göbel Fahrzeugbau

Die robusten und funktionalen Module „Evakuierung“ und „Hochwasser“ sind speziell für den Katastropheneinsatz konzipiert worden. Die da- mit ausgerüsteten Gerätewagen Lo- gistik Katastrophenschutz (GW-L KatS) basieren auf Unimog U 5023 und sind dank der Technik aus dem Hause Göbel flexibel einsetzbare Rettungsfahrzeuge. Ein Wechsel des Moduls kann mit Hilfe des Unimogkrans, eines Staplers oder der mitgelieferten Winden vollzogen werden.

Modul Hochwasser: Mit ausziehbarem Notstromgeneratorgen werden.
Modul Hochwasser: Mit ausziehbarem Notstromgeneratorgen werden.
Quelle: Göbel Fahrzeugbau

Die 10 Fuß Container „Hochwasser“ dienen vorrangig als mobiles Lager für 5 Tauchpumpen ATP 15 RL und ATP 20 RB und verfügen über einen Notstromgenerator BSKA 14 sowie diverse Ausstattungselemente, die beim Einsatz erforderlich sind. Die gesamte Technik wird in zwei abschließbaren Geräteräumen gelagert. Der Container kann elektrisch mit dem Unimog gekoppelt werden.

Modul Hochwasser:
Diverse Ausstattungselemente
Modul Hochwasser:
Diverse Ausstattungselemente
Quelle: Göbel Fahrzeugbau

Das Modul „Evakuierung“ wiederum ist dafür ausgelegt, Personen aus Hochwassergebieten zu retten. Das Wechselmodul hat ebenfalls die Größe eines 10 Fuß Containers und bietet in Notsituationen für bis zu 8 sitzenden Personen Platz. Um den optimalen Schutz der Insassen zu ermöglichen, wurde das Modul nach ROPS (Roll Over Protective Structure) und FOPS (Fall Object Protective Structure) Norm durch ein externes Prüflabor getestet und freigegeben.

Modul Evakuierung:
Für bis zu 8 sitzenden Personen
Modul Evakuierung:
Für bis zu 8 sitzenden Personen
Quelle: Göbel Fahrzeugbau

Eine konstruktive Besonderheit: Mit Hilfe der mitgelieferten Leiter können die Rettungskräfte durch eine Luke auf das Dach des Moduls steigen, und von hier aus Evakuierungen aus Wohngebäuden durchführen. Optional kann eine Korbtrage auf den Boden gespannt werden, um so eine verletzte Per- son sicher zu transportieren.

Modul Evakuierung:
Mit Standheizung
Modul Evakuierung:
Mit Standheizung
Quelle: Göbel Fahrzeugbau

Neben einer Standheizung verfügt das Modul über umfangreiche elektrische Einbauten wie Funkgeräte, Stromanschlüsse und Beleuchtungen im Innen- und Außenbereich. Im Geräteraum sind Pufferbatterien, ein Notstromgenerator und ein 4,5 m teleskopierbarer Lichtmast untergebracht.

Modul Evakuierung:
Teleskopierbarer Lichtmast bis zu 4,5 m
Modul Evakuierung:
Teleskopierbarer Lichtmast bis zu 4,5 m
Quelle: Göbel Fahrzeugbau

Übrigens: Das Land Hessen hat bereits 52 Wechselmodule bestellt. Zugleich mit der Auslieferung bieten die Göbel-Spezialisten auch Schu- lungen und Einweisungen für die Anwender aus dem Katastrophenschutz an.


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