THW-Kräfte bei vier Waldbränden in Nordrhein-Westfalen im Einsatz

Gemeinsam gegen die Flammen

Wochenlang kein Regen, dafür umso mehr Wind: Die momentane Wetterlage ist die optimale Bedingung für Waldbrände in Deutschland. Bereits seit Montag sind THW-Helferinnen und -Helfer aus sieben Ortsverbänden teilweise noch im Einsatz, um an vier verschiedenen Stellen die Feuerwehr in der Waldbrandbekämpfung zu unterstützen. Dabei transportieren sie Kraftstoffe, leuchten die Einsatzstellen für nächtliche Löscharbeiten aus und befördern in ihren Fahrzeugen Löschwasser zu unzugänglichen Stellen.

Mit schwerem Gerät und Einsatzkräften unterstützte das THW die...
Mit schwerem Gerät und Einsatzkräften unterstützte das THW die Löscharbeiten in Nordrhein-Westfalen.
Quelle: THW

In der Region rund um Gummersbach brach am vergangenen Montag das erste Feuer aus, das THW-Einsatzkräfte auf den Plan rief. Der zunächst geplante Umfang an Transportaufgaben für die Feuerwehr weitete sich schnell aus. Die umfangreiche Lage erforderte Verstärkung. Mit der Unterstützung Kameradinnen und Kameraden aus dem Ortsverband Bergneustadt und den Beleuchtungskomponenten sorgten die Einsatzkräfte für gute Sicht in der Dunkelheit. 

Außerdem übernahmen die THW-Einsatzkräfte den Pendelverkehr von Löschwasser, weil den Feuerwehren vor Ort keine direkten Leitungen zur Verfügung standen. Da sich die Lage weiter verschärfte, wurden in der Nacht zum Mittwoch weitere Helferinnen und Helfer aus dem Ortsverband Waldbröl angefordert. Trotz der unentwegten Arbeit von Feuerwehren und THW ist der Einsatz noch nicht beendet.

Drei Einsätze in der Region um Olpe und Gummersbach

Zur selben Zeit während des Feuers in Gummersbach hielten zwei weitere Brände THW-Ortsverbände aus dem Regionalbereich Olpe in Atem. In Bergneustadt entflammte ein weiterer Waldbrand, bei dem die THW-Helferinnen und -Helfer des dort ansässigen Ortsverbandes in ähnlicher Weise halfen. Der Ortsverband Olpe half mit mehr als 20 Einsatzkräften bei einem großen Waldbrand bei der Gemeinde Wenden. Fast 24 Stunden transportierten sie Kraftstoffe, leuchteten die Einsatzabschnitte aus und führten den Bereitstellungsraum.

Da die Einsätze auch bei Nacht stattfanden, brachten die THW-Einsatzkräfte...
Da die Einsätze auch bei Nacht stattfanden, brachten die THW-Einsatzkräfte mit verschiedenen Beleuchtungskomponenten Licht ins Dunkel.
Quelle: THW

Brand im Naturschutzgebiet an der Grenze zu den Niederlanden flammte wieder auf

Auch circa 150 Kilometer weiter westlich sind THW-Kräfte im Waldbrandeinsatz. Kurz hinter der Grenze in den Niederladen brennt seit Montag ein Naturschutzgebiet. Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden Übach-Palenberg und Mönchengladbach unterstützten in der Kraftstofflogistik und beim Ausleuchten. Nachdem das Feuer am frühen Dienstagmorgen zunächst unter Kontrolle war, konnte das THW seinen Einsatz beenden. Jedoch entflammte der Brand im Laufe des Tages auf der niederländischen Seite erneut und breitete sich weiter aus. Als am Abend mehr als 200 Hektar auf beiden Seiten der Grenze betroffen waren, wurde die Fachgruppe Logistik des Ortsverbandes Mönchengladbach wieder angefordert. Mehr als 10 Helferinnen und Helfer sind in einem Vierschichtsystem rund um die Uhr im Einsatz. Mit dem Hochleistungsfördersystem Pumpen, das bis zu 8.000 Liter pro Minute pumpen kann, können die Einsatzkräfte das Löschwasser von dem nahgelegenen, aufgestauten Fluss zur Einsatzstelle transportieren. Die Lage ist zwar stabil, trotzdem wird der Einsatz voraussichtlich noch bis kommenden Mittwoch (29.04.2020) andauern.

Außerhalb von Nordrhein-Westfalen halfen THW-Kräfte ebenfalls in der Bekämpfung eines Flächenbrands. Der Ortsverband Lingen leuchtete von Dienstag auf Mittwochdie Einsatzstelle in Laxten im Emsland aus und stellte außerdem Fachberater.

In vielen Bereichen Deutschlands steigt die Waldbrandgefahr auf die höchsten Warnstufen. Das trockene Frühjahr und die starken Winde verschärfen die Situation und versetzen Einsatzkräfte des THW in Bereitschaft.

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