vfdb veröffentlicht Brandschadenstatistik

Auswertung von mehr als 5.000 Einsätzen – Appell an Feuerwehren: Datenerfassung geht weiter

PantherMedia / ksena32

Gemeinsam mit Feuerwehren, Industrie und Wissenschaft hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) eine bundesweit übergreifende nationale Brandschadenstatistik entwickelt (www.brandschadenstatistik.de). Damit gibt es eine aussagefähige Mindestgrundlage über das Brandgeschehen in Deutschland. Bislang wurden mehr als 5.000 Einsätze erfasst. 

Die Statistik, die eine Lücke im deutschen Brandschutz schließt, wird weiter aktualisiert. Die statistischen Datentragen dazu bei, die Wirksamkeit von (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen zu untersuchen. Knapp 80 Prozent aller Alarmierungen erreichen Werkfeuerwehren über Brandmeldeanlagen, bei Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren sind es rund 60 Prozent. Nur knapp zwei Prozent kommen bei den Werksfeuerwehren über das Festnetztelefon an, bei den Berufsfeuerwehren gut 21 Prozent und bei den Freiwilligen Wehren rund 24 Prozent. 

Der Anteil von Mobiltelefonen bei der Alarmierung ist bei allen Wehren in etwa gleich groß und liegt zwischen 11,5 und 13,4 Prozent. Das sind nur einige der bisherigen Ergebnisse aus der Brandschadenstatistik, die das Referat 14 der vfdb veröffentlicht hat. Bei den Auswertungen der gesammelten Daten hat sich gezeigt, dass höhere Brandschäden beim Einsatz vorhandener Meldeanlagen deutlich geringer ausgefallen sind als bei Alarmierungen der Feuerwehr über Festnetz- oder Mobiltelefone. So blieben bei Alarmierung durch Brandmelder 84 Prozent der Schäden unter 1.000 Euro. Bei Telefonalarm waren es nur 63 Prozent. 

Entsprechend deutlich war der Unterschied auch bei Schäden bis 100.000 Euro: Nur drei Prozent der Alarmmeldungen kamen per Brandmeldeanlage, dagegen fast zwölf Prozent über Telefon. Neben der Wirksamkeit von (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen liefern die Statistiken auch zusätzliche, feuerwehrübergreifende Erkenntnisse über das Brandphänomen. 

So ist, wie die vfdb betont, beispielsweise das Verständnis von den Entstehungsbedingungen eines Brandes für die Prävention und Bekämpfung wichtig, um Gegenmaßnahmen effektiv und effizient auszuwählen. Die Datenerfassung wird fortgesetzt. 

Da die Registrierung der Details bei den Feuerwehren mit nur etwa drei Minuten Zeitbedarf pro Einsatz gering ist, hofft Thomas Hegger, Leiter des vfdb-Referates 14, dass sich noch viele weitere Feuerwehren beteiligen werden. "Je größer die Fallzahlen, um so gesicherter sind die Aussagen", betont Hegger. Die Auswertung der Fragebögen läuft kontinuierlich, so dass bei weiteren Fallzahlen und ausreichender Anzahl von Einzelmeldungen pro Fragenkomplex ständig weitere Ergebnisse veröffentlicht werden können.


Über die vfdb

Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) versteht sich als das Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und Sicherheit. Sie zählt mehr als 3.000 Mitglieder. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung der wissenschaftlichen und technischen Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr. Das gilt für den Brandschutz ebenso wie für die technische Hilfeleistung, den Umweltschutz, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Die vfdb bietet fachliche Unterstützung und ein breites, professionelles Netzwerk. Anwender wie die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen sind mit wissenschaftlichen Institutionen und Leistungserbringern aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor vereint.

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