Kreis Wesel - Der "smarte" Helfer

Kreispolizeibehörde Wesel testet iPhones

ots

Kreis Wesel (ots) - Wie heißt der Halter eines Autos? Wo ist eine Person offiziell gemeldet? Diese und noch viele weitere Fragen können Polizistinnen und Polizisten auf Streife jetzt per Smartphone klären. Rund 70 Mobiltelefone hat das Land jetzt für die Kreispolizeibehörde Wesel angeschafft. Wesel ist neben Recklinghausen und Dortmund Pilotbehörde, in denen die Handys im Dienstalltag getestet werden.

Führerschein mit Smartphone scannen erleichtert die Arbeit für die Polizei.
Polizeikommissar Eike Otte (22) scannt einen Führerschein mit dem neuen Smartphone der Polizei.
Quelle: ots / Kreispolizeibehörde Wesel

Polizistinnen und Polizisten in den Wachen in Moers und Wesel, einige Kriminalkommissariate und Diensthundeführer haben ihre dienstlichen Handys seit Freitag im Einsatz dabei. Es ist ein "normales" iPhone 8, allerdings aus Sicherheitsgründen sind nur bestimmte polizeiliche Apps zugelassen.

Die Beamtinnen und Beamten können zum Beispiel auf verschiedene Datenbanken zugreifen und so abfragen, ob eine Person per Haftbefehl gesucht wird oder ein Auto als gestohlen gemeldet ist. Mit der Handy-Kamera können Ausweise gescannt und mit den vorhandenen Datenbanken abgeglichen werden. Diese Abfragen müssen die Kolleginnen und Kollegen auf der Straße nicht mehr per Funk über die Leitstelle oder die Wache erledigen. Das spart Zeit und ist eine große Erleichterung. 

Auch ein besonders geschützter Messenger-Dienst ist auf den Handys installiert. Die Polizistinnen und Polizisten können im Einsatz Fotos vor Ort machen oder Bilder von vermissten Personen scannen und diese schnell zur Leitstelle oder an andere Kolleginnen und Kollegen in den Streifenwagen schicken.

Datensicherheit wird bei den neuen Smartphones groß geschrieben: Wenn der Bildschirm nicht berührt wird, sperrt das Handy schon nach gut 20 Sekunden den Zugriff. Per Fingerdruck oder PIN muss das Gerät dann entsperrt werden. Ein Schutz vor fremden Blicken. Auf den Handys werden auch keine Daten gespeichert und die Server dafür stehen bei der Polizei und nicht bei privaten Anbietern. 

"Ich freue mich, dass wir als Kreispolizeibehörde Wesel als Pilotbehörde dabei sind. Es bringt die Arbeit der Polizei im Kreis Wesel einen großen Schritt nach vorne.", so Landrat Dr. Ansgar Müller als Chef der Kreispolizeibehörde.

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