Digitalisierung konkret!

Digitalisierung konkret!

Mittel – Wirkung – Konsequenzen

Armin Fleischmann

Als Teil einer internationalen IT-Organisation und als einer der etabliertesten Dialogplattformen für Themen rund um Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich haben wir uns als AFCEA Bonn e.V. der Zielsetzung verschrieben, unseren Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit ein Spezialforum moderner Informations- und Kommunikationstechnologie zu bieten.

Mit unseren Jahresthemen versuchen wir stets, die Entwicklungen der ITK vorwegzunehmen und zu diskutieren. Wachstum und Zahlen des Vereins sprechen für sich: Das Anwenderforum für Fernmeldetechnik, Computer, Elektronik und Automatisierung (AFCEA) Bonn e.V. umfasst als gemeinnützig anerkannter Verein ohne kommerzielle Interessen über 1000 persönliche und mehr als 100 Firmenmitglieder. Die persönlichen Mitglieder haben aufgrund ihres fachlichen Hintergrundes und ihrer Neigung zum Meinungsaustausch zu uns gefunden. Zu den Firmenmitgliedern gehören neben den Großen der IT- und Kommunikationsbranche eine Vielzahl mittelständischer und kleinerer Unternehmen vornehmlich aus der Region Bonn-Köln-Koblenz. Die AFCEA Fachausstellung ist nicht nur Flaggschiff unserer Veranstaltungen sondern gehört auch zu den bedeutendsten IT-Ausstellungen für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland.

Das Thema Digitalisierung prägt unsere inhaltliche Arbeit bereits seit einigen Jahresthemen. Auch 2020 haben wir uns bewusst für eine Fortsetzung entschieden. Bisher standen eher technologische Trends der digitalen Transformation im Mittelpunkt der Veranstaltungen von AFCEA Bonn e.V. Deren gesellschaftlichen, sicherheitspolitischen und ethischen Implikationen wurden dabei verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Festzustellen war in diesen zahlreichen Veranstaltungen, dass Digitalisierung grundsätzlich keine Ausnahme zu vorherigen Innovationen mit ihren einhergehenden Veränderungen und Einflüssen auf fast alle Lebensbereiche in der Gesellschaft hat. Allerdings verändert die zunehmende Automatisierung die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Einzelne Handlungen werden durch die Maschinen übernommen, Verantwortung verbleibt jedoch immer noch beim Menschen als einem Rechtssubjekt. Die daraus immer wieder entstehenden ethischen Fragen werden zukünftig notwendigerweise zu diskutieren sein.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Konzipierung von Anwendungen mit immer moderneren IT-Technologien fortschreitet und letztlich die konkrete Auseinandersetzung mit den Wirkungen und Konsequenzen der Digitalisierung erfordert. Die „Datifizierung“ der Welt erscheint möglich; sind aber wirklich alle Lebensbereiche und Erscheinungen der analogen Welt durch Algorithmen abbildbar?

In Zeiten, in denen technische Grundlagen wie Rechenkapazität und Algorithmen für Big Data-Analysen, intelligente und lernende Systeme sowie Automatisierung immer leistungsstärker und marktreif werden, finden diese Systeme immer häufiger und umfassender Platz in der Anwendung. Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Der konkrete Einsatz reicht dabei von der technischen Unterstützung bestehender (analoger) Abläufe über die digitale Neugestaltung bisheriger Prozesse bis hin zu komplett neuen, disruptiven Nutzungsfeldern. Das gilt nicht nur für den Alltag, sondern genauso für Kriegsführung und Verwaltungsarbeit.

Ich lade Sie im Namen von AFCEA Bonn e.V. zur AFCEA Fachausstellung 2020 am 1. und 2. April ins World Congress Center Bonn (WCCB) ein diese Themen weiter zu diskutieren. Bringen Sie Ihren Beitrag zu der einzigartigen Multiperspektivität einer neutralen Dialogplattform AFCEA in Gesprächen mit den Ausstellern und Besuchern sowie im Symposium ein.

Denn eines bleibt gewiss: Digitalisierung geht nicht mehr weg!

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