Sichere Kommunikation in der Krise wichtiger denn je

9. Roadshow „Optimierte kommunale Krisenkommunikation“ in Nürnberg

„So richtig vorbereitet sind wir nicht“. Das ist das Fazit der seit 2017 veranstalteten Roadshow „Optimierte kommunale Krisenkommunikation“.  Sie fand in diesem Herbst in Nürnberg statt und stand unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit ca. 190 Toten.

Sichere Kommunikation in der Krise wichtiger denn je
Quelle: Photo by Meynsbrughen FreeImages

Um auf künftige Katastrophen, u.a. ausgelöst durch Extremwetterereignisse, die wiederum auf den Klimawandel zurückzuführen sind, besser reagieren zu können, ist eine sorgfältige und regelmäßig geübte Vorbereitung unerlässlich. Darin waren sich die Referenten Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Ralf Klesel, Abteilungsleiter Logistik und Bestände des Erdölbevorratungsverbandes und Klaus Wohlfart, Geschäftsführer der GESAT GmbH, einig. 

Klaus Wohlfart wies vor rund 50 Teilnehmern darauf hin, dass es eine netzunabhängige Satellitenkommunikation gibt, die ausfallsicher für eine beständige Krisenkommunikation sorgt. So ist beispielsweis der Hochtaunuskreis in Hessen flächendeckend mit Satellitenkommunikationsgeräten ausgestattet. Auch die Interreg Oberrhein verfügt zukünftig an 23 Standorten in Deutschland, Schweiz und Frankreich über diese Ausstattung. Dazu kommt eine Satelliten gestützte Vernetzung der unterschiedlichsten Kommunikationswege über einen REDCOM-Server. 

In einer Krise ist es unabdingbar, die Bevölkerung effektiv zu warnen. Das muss auch bei einem großflächigen Stromausfall ohne die Möglichkeit der herkömmlichen Telefonie, der Nutzung von Warn-Apps oder Sirenen funktionieren. Wolfgang Reuber, Projektmanager für Sonderlagen beim Hochtaunuskreis, stellte das Projekt „Katastrophenschutz Leuchtturm“ vor. Demnach sollen Feuerwachen und Feuerwehrgerätehäuser des Kreises als Anlaufstelle für die Bevölkerung z.B. zur Warnung oder Auskunft dienen. Darüber hinaus sollen sie als Verbindungsstelle zwischen verfügbaren Einsatzkräften und dem Katastrophenstab fungieren, bei der Versorgung und Evakuierung helfen und Nofallladestationen für Handys zur Verfügung stellen.


GESAT GmbH ist ein herstellerunabhängiges Systemhaus. Der Schwerpunkt ist auf die Satellitenkommunikation ausgerichtet. Das Unternehmen versteht sich als Partner von Behörden und Unternehmen und erarbeitet mit seinen Kunden ein herstellerneutrales Anforderungsprofil für die jeweiligen Informationssysteme. Dabei werden Hardware sowie Dienstleistungen, Montage und Abrechnung – alles aus einer Hand - angeboten: Notfallkommunikation, Backup-Lösungen, schlüsselfertige Komplettlösungen, Eigenentwicklungen, Fernwartungen, Telematiksysteme uvm.


Anbieter

Logo: GESAT GmbH

GESAT GmbH

Hanauer Landstraße 220
60314 Frankfurt am Main
Deutschland

Verwandte Artikel

Sichere Kommunikation in der Krise

Sichere Kommunikation in der Krise

Die große Gefahr, die von Starkregen und Flutereignissen ausgehen kann, ist im Sommer 2021 schmerzlich in das kollektive Bewusstsein der Deutschen gelangt. Zu den Themen, die nach dieser Katastrophe aufgearbeitet werden müssen, gehört die...

Karten, Dashboards, Data Science – Geoinformation im Bevölkerungsschutz

Karten, Dashboards, Data Science – Geoinformation im Bevölkerungsschutz

In der Covid-19-Pandemie gehört der Blick in Dashboards, die mittlerweile in vielen Tageszeitungen dargestellt werden, zur neuen Routine vieler Menschen.

KatLeuchttürme als Basis der Krisenkommunikation im Landkreis Meißen

KatLeuchttürme als Basis der Krisenkommunikation im Landkreis Meißen

Die Koordination von Einsatzkräften, Verteilung von Hilfsgütern, Erstellung von Lagebildern und noch viele weitere Aspekte des Katastrophenschutzes sind unmittelbar abhängig von einer funktionieren Krisenkommunikation.

: