RETTmobil 2016

Prof. Peter Sefrin

Messe Fulda

Vom 11. - 13. Mai 2016 begrüßt die RETTmobil wieder alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer und Retter aus Rettungsorganisationen und Feuerwehren, Fach- und Führungskräfte sowie Anwender und Entscheidungsträger aus Ministerien, Kommunen und Verbänden zu Erfahrungsaustausch, Fort- und Weiterbildung und vielseitiger Fachausstellung. Die 16. RETTmobil steht unter der Schirmherrschaft von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen sowie Aussteller aus den Bereichen Fahrzeugausrüstung, Notfallmedizin, Bekleidung und Funktechnik und weitere mit der Gesamtthematik befassten Branchen auf 70.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ihre Produktneuheiten.

An allen drei Messetagen veranstalten Experten der Freiwilligen Feuerwehren Fulda und Werl die praxisbezogenen Workshops „Technische Hilfeleistung Hebekissen“ und „Gefahrgut und Dekontamination“ auf dem Freigelände. Daneben erwartet die Besucher ein breit gefächertes Fort- und Ausbildungsprogramm rund um medizinisch-rettungsdienstliche Fragestellungen.

Die RETTmobil fußt auf drei Säulen: Fachmesse, Fortbildung und Mobilität.

Ziel ist es, Produkte und Dienstleistungen zu zeigen, Innovationen vorzustellen und Trends aufzuzeigen. Damit gehen von der Leitmesse auch wichtige Impulse für die Branche und Wirtschaft aus. Zum hochkarätigen Rahmenprogramm gehören medizinisch-rettungsdienstliche Fortbildungsveranstaltungen, Seminare und Workshops.

Nicht nur Messe, sondern auch ­hochkarätige Fortbildung

Neben dem vielfältige Messeangebot, das auch dieses Jahr nicht nur nationales sondern auch internationales Interesse gefunden hat, wird es traditionell auch dieses Jahr wieder eine medizinisch-rettungsdienstliche Fortbildung mit hochkompetenten Referenten geben. Unterschieden wird dabei zwischen sieben Workshops in kleinen Gruppen und der Fortbildung mit insgesamt acht Modulen. Hierzu konnten 25 Referenten gewonnen werden. In jedem Modul, das 2,5 Stunden dauert, werden jeweils drei Referenten zu Wort kommen.

Nachdem inzwischen – auch durch das neue Notfallsanitätergesetz – die Ausbildung des Rettungsdienstpersonals intensiviert worden ist, liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf der Vermittlung von Basiswissen, sondern in der Fortbildung und dem Wissenserhalt. Dabei spielen die Möglichkeiten der praxisnahen Simulation eine größere Rolle als bisher, wozu die Industrie heute entsprechende Möglichkeiten geschaffen hat.

Das Fortbildungsangebot ist breit gestreut und enthält nicht nur medizinische Themen, sondern auch neue Aspekte im Rettungsdienst. So wird dem neuen Phänomen, dass Mitarbeiter des Rettungsdienstes zur Zielschreibe von Gewalt werden, ein gesondertes Modul mit Verhaltensregeln zur Deeskalation gewidmet. Auch gibt es bei dem Patientenkollektiv des Rettungsdienstes Änderungen bezüglich der zugrunde liegenden Not­fall­arten – dies sind nicht nur Patienten mit unterschiedlichen Schädigungen und Erkrankungen sondern zunehmend psycho-soziale Notfallsituationen.

Einen Schwerpunkt stellen Einsätze mit einer Vielzahl von Patienten dar. Das Thema Massenanfall von Verletzten – wie gerade vor Kurzem bei dem Unfall in Bad Aibling – ist keineswegs auf Verkehrsunfälle beschränkt. Neben den traumatologischen Folgeschäden fordern z. B. Massenintoxi­kationen auch vom Rettungsdienst erweiterte Vorhaltungen. Auch im medizinischen Bereich gab es in der Vergangenheit Neuerungen in der präklinischen Versorgung, die sowohl dem Rettungspersonal wie auch den Notärzten näher gebracht werden sollen. 

Bei dem umfangreichen Angebot rentiert sich neben dem Messebesuch in jedem Fall bei der zentralen Lage von Fulda ein Besuch der RETTmobil auch in diesem Jahr.

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