14.09.2019 •

Nach Hurrikan Dorian: Deutsches Rotes Kreuz schickt Unterstützung auf die Bahamas

DRK

PantherMedia / YAYImages

Nachdem der zerstörerische Hurrikan Dorian über die Bahamas hinweg- und weitergezogen ist, wird das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Der Wirbelsturm hat zwei Tage auf der Inselgruppe gewütet und vor allem auf Abaco und Grand Bahama große Schäden angerichtet. 

"Wir gehen davon aus, dass 76 000 Menschen Hilfe benötigen - ein Großteil der Bevölkerung der beiden Inseln. Mehr als 13.000 Häuser sind zerstört oder schwer beschädigt, wir befürchten auch weitere Todesopfer", sagt Andreas Lindner, Regionaldelegierter für Lateinamerika und die Karibik beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Eine Nothilfeexpertin des DRK ist auf dem Weg in die Region, um das Bahamische Rote Kreuz zu unterstützen.

"Das Rote Kreuz stellt provisorische Unterkünfte und lebensnotwendige Hilfsgüter sowie Küchenutensilien bereit, denn viele Menschen haben in dem Sturm alles verloren. Neben der hygienischen und medizinischen Versorgung verteilen wir zudem Lebensmittel und Trinkwasser", erklärt Lindner. Die riesigen Salzwasserwellen haben zahlreiche Brunnen kontaminiert. Um die Verbreitung von Krankheiten und Seuchen zu verhindern, ist die Bereitstellung von sauberem Wasser besonders wichtig.

Der Zugang für die Helferinnen und Helfer zu den überfluteten Gebieten ist schwierig, da viele Straßen sowie die Flughäfen von Abaco und Grand Bahama schwer beschädigt wurden. "Etwa 80 Prozent der Telekommunikation ist zusammengebrochen. Sobald die Flughäfen wieder frei sind, schicken wir mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften weitere Hilfsgüter auf die Inseln", so Lindner.

Hurrikan Dorian bewegt sich aktuell mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern entlang der Ostküste der USA und bedroht die Bundesstaaten Georgia, South Carolina, North Carolina und Virginia. Trifft er dort auf Land, könnte das heftige Winde und Sturmfluten zur Folge haben. Das Amerikanische Rote Kreuz stellt schon seit Anfang der Woche Notunterkünfte für die Menschen in der Region bereit.

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