27.04.2019 •

Der Schutz in dir – Impfen im THW

THW

Sicherheitsschuhe,  Atemgeräte oder Helme sind bewährte Mittel, um gesund aus dem Einsatz zu gehen. Doch gibt es auch einen Schutz, den unsere Ehrenamtlichen gegen unsichtbare Gefahren in sich tragen müssen, um als THW-Fachkraft anderen Menschen helfen zu können: Impfungen. Passend zur Europäischen Impfwoche, die vom 24. bis 30. April 2019 läuft, beleuchten das THW deshalb eine Schutzmaßnahme, deren Wirkung groß und nachhaltig ist. 

Vorbeugen – Schützen – Impfen“,  so lautet auch in diesem Jahr das Motto der Europäischen Impfwoche (EIW), die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen hat. Mit der jährlichen Mottowoche macht die WHO auf die Relevanz von Impfungen in vielen Anwendungsbereichen aufmerksam. Die Woche thematisiert nicht nur, wie Infektionskrankheiten eingedämmt und verhindert werden können. Auch der Arbeitsschutz, der während Hilfseinsätzen im In- und Ausland die THW-Kräfte betrifft, ist ein wichtiger Aspekt.

Kein Einsatz ohne Impfung

Wo Sicherheitskleidung gegen offensichtliche Gefahren schützt, bietet sie kaum oder keinen Schutz gegen Viren und Bakterien. Diese können  in vielen Situationen wie bei Überschwemmungen in durch Fäkalien verunreinigtem Hochwasser lauern. Darum ist es wichtig, dass alle THW-Kräfte, neben der nötigen Sicherheitsausrüstung, die sie während Einsätzen tragen müssen, auch gegen Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A und B geimpft sind. 

Zum Schutz vor Krankheitserregern, die in Deutschland selten oder gar nicht vorkommen, benötigen  die Fachkräfte für ihre Auslandseinsätze - wie aktuell in Mosambik -  zusätzlich erweiterte Impfungen. Frühsommermeningoencephalitis (FSME), Gelbfieber, Polio, Meningokokken, Typhus, Tollwut, Japanische Encephalitis und Masern lauten die Erreger, gegen die das THW seine Spezialistinnen und Spezialisten wappnet.   

Regelmäßige Auffrischung

Eine regelmäßige Auffrischung im Rahmen der Vorgaben ist zudem eine weitere Grundvoraussetzung. Hier orientiert sich das THW an den Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO), die am Robert-Koch-Institut angesiedelt ist. Zusätzlich wird über eine interne THW-Datenbank registriert, wann Helferinnen und Helfer das letzte Mal geimpft wurden, um rechtzeitig an eine notwendige Auffrischung zu erinnern. So sorgt keine Impflücke für gesundheitliche Risiken und steht regelmäßigen Einsätzen nicht im Wege.  

Mehr zu den Themen:

Verwandte Artikel

Einsatzstarkes THW-Jahr 2021

Einsatzstarkes THW-Jahr 2021

Erfolgreiches Jahr 2021 für das Technische Hilfswerk (THW): Mit zahlreichen Einsätzen im In- und Ausland, besonders dem Starkregen- und dem Corona-Einsatz sowie Einsätzen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest, leisteten die THW-Kräfte...

Evakuierung im Berliner Zentrum

Evakuierung im Berliner Zentrum

In Berlin-Gesundbrunnen wurde eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft.

THW weiter im Corona-Dauereinsatz

THW weiter im Corona-Dauereinsatz

Rund 200 Kräfte des Technischen Hilfswerk (THW) sind zurzeit täglich im Corona-Einsatz. Bei der Bekämpfung der Pandemie haben THW-Fachleute seit März 2020 schon über 154.000 Helfertage geleistet und das überwiegend ehrenamtlich.

:

Photo

Gaffen tötet!

Zum ersten Mal zeigen die Johanniter einen Rettungswagen mit großflächigem QR-Code. Von der Gaffer-Handy-Kamera erfasst, führt dieser zu www.gaffen-toetet.de – einer Aufklärungswebsite.