Drohnenstaffel erweitert DRK-Hilfeportfolio in Fulda

Innenminister dankt engagierten Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz

Wiesbaden/Neuhof. Innenminister Peter Beuth hat an der offiziellen Indienststellung der neuen Drohnenstaffel der DRK-Ortsverein Neuhof teilgenommen, den Mehrwert der neuen Einheit für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger in der Region hervorgehoben und eine Förderung in Höhe von 500 Euro übergeben. Das DRK-Team verfügt über ein neues und speziell umgebautes Drohnen-Einsatzfahrzeug (Ford Ranger), welches insbesondere bei der Vermisstensuche oder schweren Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt und mit dem die Vorhaltungen des Kreises Fulda wirksam ergänzt werden können.

„Mit der Gründung einer Drohnenstaffel erweitern die engagierten Helferinnen und Helfer des DRK-Ortsverein Neuhof ihr Hilfeportfolio. Die Einheit wird künftig bei der Erkundung von Einsatzstellen, der Personensuche und Suchen nach Brandherden aus der Luft wertvolle und lebensrettende Hilfe in der Region leisten können. Dabei können sich die Einsatzkräfte auf ein geländegängiges Fahrzeug mit modernster Technik verlassen, das flexibel einsetzbar ist und rasch zum Einsatz gebracht werden kann. Ich wünsche der neuen DRK-Drohnenstaffel Neuhof allzeit gute Fahrt, viele neue Helferinnen und Helfer sowie Einsätze, die allesamt sicher, erfolgreich und dank der neuen Drohnenstaffel natürlich rasch beendet werden können. Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass wir uns im Ernstfall auf Sie verlassen können“, so Innenminister Peter Beuth.

Im Einsatz besteht die Drohnenstaffel aus mindestens drei Team-Mitgliedern: dem Piloten, dem Kamera-Operator (Spotter) und dem Fahrer. Zum Einsatz kommt die Drohne, ausgestattet mit Wärmebildkamera, Suchscheinwerfer und Lautsprecher, beispielsweise bei Vermisstensuchen oder schweren Verkehrsunfällen. Der Fuldaer Kreisverband gehört mit rund 650 aktiven ehrenamtlichen Mitgliedern und über 1.000 hauptamtlichen Mitarbeitern zu einem der bedeutendsten gemeinnützigen Leistungserbringer der Region. Der DRK Kreisverband Fulda stellt einen Betreuungszug sowie zwei Betreuungsstellen nach dem Hessischen Katastrophenschutz-Konzept. Darüber hinaus ist das DRK - gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst – an der Medizinischen Task Force 35 (MTF 35, u.a. Behandlungsbereitschaft) des Bundes beteiligt. Dieser medizinische Großverband ist bei den Landkreisen Gießen und Fulda angesiedelt.


Hintergrund:

Die Hilfsorganisationen in Hessen wirken aktiv im Katastrophenschutz mit. Sie arbeiten gemeinsam mit den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk (THW) über die Organisationsgrenzen hinweg Hand in Hand zusammen und verfolgen engagiert das eine Ziel: Menschen in Not kompetent und schnell Hilfe zu leisten. Um die Leistungsfähigkeit der Hilfsorganisationen im Bereich des Katastrophenschutzes zu gewährleisten, fördert das Land Hessen diese auf vielfältige Weise. So wurde den Hilfsorganisationen im Rahmen der Ausstattungsoffensive seit 2008 Katastrophenschutzausstattung im Wert von über 26,5 Mio. Euro bereitgestellt. Darüber hinaus erhalten sie jährlich Landesgelder in Höhe von insgesamt rd. 2,3 Mio. Euro zur laufenden Erfüllung ihrer Aufgaben im hessischen Katastrophenschutz. Dies umfasst unter anderem Zuwendungen für Wartung und Instandhaltung, für Ausbildungszwecke, für die persönliche Ausstattung der Helferinnen und Helfer der Katastrophenschutzeinheiten und für die Verwaltungskosten im Katastrophenschutz. Diese Förderung dient dem Erhalt eines leistungsfähigen Katastrophenschutzes und kommt damit allen hessischen Bürgerinnen und Bürgern zugute.

Die Hessische Landesregierung hat in den vergangenen Jahren die Rekordsumme von mehr als 70 Millionen Euro in die umfängliche Ausstattung, Ausbildung und technische Modernisierung des Hessischen Katastrophenschutzes investiert. Dank dieser Ausstattungsoffensive hat das Land die Zahl der Landesfahrzeuge im Katastrophenschutz seit dem Jahr 2008 von 278 auf rund 600 mehr als verdoppelt. Die Helferinnen und Helfer verfügen nunmehr über die umfassendste und modernste Ausstattung in der Geschichte des Hessischen Katastrophenschutzes. Der Hessische Katastrophenschutz nimmt damit bundesweit einen Spitzenplatz ein.


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