04.04.2022 •

Corona-Einsatz: Zwei Jahre Pandemie

Vor zwei Jahren berichtete das THW zum ersten Mal über die Corona-Einsätze des THW. Seither waren 14.396 Helferinnen und Helfer 963.406 Dienststunden gegen das Virus im Einsatz. Ein Rückblick.

„Das THW unterstützt bundesweit die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie“ – so begann am 19. März 2020 ein Beitrag auf der offiziellen Facebook-Seite des THW. Es war das erste Mal, dass das THW über Einsätze rund um das Virus berichtete. Zwei einsatzreiche Jahre sind seither vergangen.

Das erste Jahr der Pandemie

Während die Menschen in Deutschland und weltweit ihre sozialen Kontakte einschränkten, ihre Arbeitsplätze ins Homeoffice verlegten, Ländergrenzen schlossen und Supermärkten die Nudeln ausgingen, blieben unsere Helferinnen und Helfer weiter draußen im Einsatz. Bundesweit unterstützten sie Krisenstäbe und berieten über die Einsatzoptionen des THW.

Schnell kristallisierten sich neben dieser Fachberatung zwei weitere Einsatzschwerpunkte heraus: Logistik und technische Hilfe. Im logistischen Bereich transportierten und verteilten die Ehrenamtlichen Schutzausstattung wie Masken, Desinfektionsmittel oder Handschuhe an Altenheime, Krankenhäuser, Schulen sowie andere Einrichtungen. 

Unter technische Hilfe fällt beispielsweise das Aufbauen von Fieberzentren, Notfallkrankenhäusern und Corona-Teststellen. Auch halfen THW-Helferinnen und -Helfer Schulen und Altenheimen die Hygieneschutzmaßnahmen umzusetzen, beispielsweise indem sie für áusreichende Belüftung sorgten. Je weiter das Jahr voranschritt, desto weiter kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Entwicklung von Impfstoffen. Und so bauten THW-Kräfte vermehrt Impfzentren auf und nahmen diese in Betrieb.

Es gab jedoch auch besondere Einsätze, abseits der drei genannten Einsatzschwerpunkte. Zum Beispiel versorgten THW-Ehrenamtliche ganze Ortsteile mit Lebensmitteln, da diese sich in Quarantäne befanden. Einen detaillierten Überblick zum ersten Jahr im Corona-Einsatz gibt es auch hier.

In alle Bundesländer transportierten THW-Kräfte dringend benötigte...
In alle Bundesländer transportierten THW-Kräfte dringend benötigte Schutzausstattung.
Quelle: THW

Das zweite Jahr der Pandemie

Nach einem Jahr Pandemie startete die Impfkampagne und so bekamen auch die Einsätze des THW immer häufiger einen Impfbezug. Die Helferinnen und Helfer bauten Impfzentren und Impfstraßen auf, wo sie sich anschließend beispielsweise um die Stromversorgung der Zelte kümmerten. Doch sie errichteten auch Impfkabinen und Zelte für die Ausgabe von Anamnesebögen oder installierten Wegmarkierungen.

Gegen Ende des Sommers bauten THW-Kräfte viele Impfzentren wieder ab – um sie wenige Wochen später erneut aufzubauen. Neben den Erst- und Zweitimpfungen rückten nun die Booster-Impfungen in den Vordergrund, wofür es die passende Infrastruktur brauchte. Auch nutzten Gemeinden kurzzeitig einige THW-Liegenschaften, um der Bevölkerung ein Impfangebot machen zu können.

Darüber hinaus bauten THW-Kräfte in Berlin mit selbst gefertigten Stellwänden eine Turnhalle in ein Impfzentrum um, in Bayern betreuten Ehrenamtliche trotz klirrender Kälte einen Impf-Drive-In und in Sachsen bauten Helferinnen und Helfer Zelte auf einem Stadiongelände auf. Dort lautete das Motto: „Glück auf, Ärmel rauf“.

Ein Jahr, zwei Großeinsätze

Das vergangene Jahr forderte THW-Einsatzkräfte in ganz Deutschland gleich doppelt. Denn neben dem Corona-Einsatz galt es im Sommer einen zweiten Großeinsatz parallel zu bewältigen: die Flutkatastrophe. In den Monaten nach der Flut waren alle 668 THW-Ortsverbände mindestens einmal in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Gleichzeitig galt es bundesweit weiter die Corona-Pandemie einzudämmen. So transportierten Ende Juli 250 THW-Kräfte an drei Tagen rund 1.500 Paletten an Schutz- und Testausstattung.

Das dritte Jahr der Pandemiebekämpfung bricht nun an. Informationen zu den THW-Einsätzen finden Sie regelmäßig hier.


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