DRK-Hilfslieferung für Betroffene des Erdbebens in Albanien

PantherMedia / belchonock

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schickt mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes eine Hilfslieferung mit 1.000 Hygienepaketen für die Betroffenen des jüngsten Erdbebens nach Albanien.

Im DRK-Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld wurde am 10. Dezember ein Lkw mit 1.000 Hygienepaketen beladen, mit denen insgesamt 5.000 Personen einen Monat lang versorgt werden können. Bei dem Erdbeben am 26. November kamen mindestens 51 Menschen ums Leben, rund 750 Personen wurden verletzt. "Zahlreiche Gebäude vor allem in der Küstenstadt Durres sowie in der Stadt Thumane wurden zerstört. Etwa 2.000 Personen sind derzeit noch obdachlos. Viele leben in Zelten, in Sporthallen und anderen provisorischen Unterkünften oder sind bei Verwandten untergekommen. Mit der Hilfslieferung unterstützen wir unsere Schwestergesellschaft, das Albanische Rote Kreuz", sagte Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit beim DRK-Generalsekretariat in Berlin.

Das Albanische Rote Kreuz war direkt nach dem Erdbeben mit mehreren hundert Freiwilligen vor Ort im Einsatz, um Erste Hilfe zu leisten und die Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen. Dazu gehörten die Verteilung von Lebensmitteln, Wasser, Decken und Matratzen sowie psychosoziale Betreuung und die Suche nach Vermissten. "Mindestens 300 Häuser und Wohnungen wurden völlig zerstört, zahlreiche weitere Gebäude beschädigt. Das ganze Ausmaß der Zerstörungen und der genaue Bedarf der Betroffenen werden erst nach und nach deutlich", sagte Johnen. Mit der aktuellen Hilfslieferung reagiert das DRK auf die vorläufige Bedarfsanalyse der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung vor Ort.

Etwa 80.000 Menschen sind nach Schätzungen des Roten Kreuzes von den Schäden betroffen. Die meisten Menschen seien nicht in der Lage, ihr Zuhause ohne fremde Hilfe wieder aufzubauen oder zu reparieren, sagte Johnen. Die albanische Regierung hat für die betroffenen Gebiete für einen Monat den Katastrophenzustand ausgerufen und geht davon aus, dass die zerstörten und beschädigten Häuser und Wohnungen bis Ende 2020 wiederhergestellt sind.

Das Deutsche Rote Kreuz ruft zu Spenden für die Betroffenen auf.

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