DRK: Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza und Israel ist essenziell

Gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ruft auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dringend zur Deeskalation der derzeitigen gewaltsamen Auseinandersetzungen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten auf. „Der Konflikt im Nahen Osten hat innerhalb kürzester Zeit eine neue, ungesehene Intensität erreicht. 

Die gegenseitigen Angriffe verursachen auf beiden Seiten vor allem großes Leid in der Zivilbevölkerung, zu den Opfern zählen inzwischen zahlreiche Kinder. Gerade in einer solchen aufgeheizten Lage gebietet es das humanitäre Völkerrecht, zivile Infrastruktur zu schützen und humanitären Helferinnen und Helfern den ungehinderten und sicheren Zugang zu Verletzten, Verwundeten und Menschen ohne Obdach zu gewähren, um diese zu versorgen und Leben zu retten. Anhaltende Bombardierungen und Raketenbeschüsse hindern humanitäre Akteure momentan jedoch immer wieder daran, zuverlässig diese akut benötigte Hilfe zu leisten“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

„Das Deutsche Rote Kreuz steht als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung im Austausch mit seinen beiden Schwestergesellschaften Magen David Adom in Israel und dem Palästinensischen Roten Halbmond in den besetzten palästinensischen Gebieten“, sagt Reuter weiter.

Aufgrund der ohnehin prekären humanitären Situation insbesondere im Gazastreifen unterstützt das DRK seit mehreren Jahren den Palästinensischen Roten Halbmond (PRH) in der Katastrophenvorsorge und Gesundheitsversorgung. Neben der Stärkung des Rettungsdienstes und der lokalen Vorhaltung von Hilfsgütern umfasst dies auch die Gesundheitsversorgung auf Gemeindeebene: Freiwillige werden in Erster Hilfe und zu Gesundheitsberatern ausgebildet, organisieren sich in Nachbarschaftskomitees und fungieren als dezentrale „Mini-Kliniken“. Der Aufbau solcher lokalen Selbsthilfekapazitäten ist im Gazastreifen von zentraler Bedeutung. Er trägt angesichts der aktuellen Gewalteskalation mit massiven Zugangsbeschränkungen zur Versorgung der leidtragenden Zivilbevölkerung bei. Während der – im Gazastreifen nach wie vor grassierenden – Corona-Pandemie hat sich dieser Ansatz des DRK als unabdingbar erwiesen.

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