13.02.2023 •

Erdbeben in der Türkei: THW-Einsatz erfolgreich angelaufen

Bonn. Der Einsatz der Helferinnen und Helfer der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des THW ist gut angelaufen. Nachdem die SEEBA am späten Mittwochabend in der Provinz Hatay eingetroffen ist, konnten die THW-Helferinnen und Helfer umgehend mit der Arbeit beginnen. An einer Einsatzstelle des ISAR-Germany-Teams unterstützten die Ehrenamtlichen die Lebendrettung einer Person.

„Es ist mir eine große Freude mitteilen zu können, dass es unseren Einsatzkräften gelungen ist, eine Lebendrettung zu unterstützen. Für jedes einzelne gerettete Leben lohnt sich unser Einsatz“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam. „Die Faustregel besagt, dass man 72 Stunden Zeit hat, Menschen nach einem Erdbeben zu befreien. Dass es auch nach Ablauf dieser Zeit zu solchen Rettungen kommt, gibt uns große Hoffnung“, führt er weiter aus.

Auch erste Hilfsgüter aus THW-Beständen haben die Türkei erreicht.

Die 50 THW-Helferinnen und -Helfer in Hatay arbeiten 24 Stunden täglich im Schichtbetrieb und stehen damit rund um die Uhr zur Rettung bereit. Am Donnerstagnachmittag waren parallel zum SEEBA-Einsatz auch erste THW-Hilfsgüter in der Türkei eingetroffen. Am Freitagmorgen brachen erneut drei A400M Flugzeuge der Bundeswehr mit Hilfsgütern aus THW-Beständen auf. An Bord hatten sie vorwiegend Stromerzeuger. Begleitet wurde der Transport von zwei THW-Auslandslogistikern. Das Material wird noch im Laufe des Tages am Nato-Flughafen Incirlik erwartet und dort an den türkischen Zivilschutz übergeben.

 „Neben der Suche nach und die Rettung von Verschütteten ist es wichtig, dass wir bereits jetzt die Überlebenden im Blick haben. Sie müssen untergebracht und versorgt werden. Für den Fall, dass beispielsweise das Trinkwasser knapp wird, weil Rohrleitungen zerstört wurden, stehen wir mit unserer Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) bereit“, ordnet THW-Präsident Gerd Friedsam die Lage ein.

Für Auslandseinsätze ist das THW Teil des Katastrophenschutz-Mechanismus der EU. Dieser bietet einen Überblick über die vorhandenen Fähigkeiten und mögliche Kombinationsmöglichkeiten. In Krisenfällen wenden sich die betroffenen Länder mit einem Hilfegesuch an die EU, die die einkommenden Hilfsangebote dann koordiniert. Dadurch ist die Hilfe schnell vor Ort und gut aufeinander abgestimmt.


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