30.05.2019 •

THW - Gemeinsam sind wir stark

THW

Schweres Gerät, große Maschinen, Männer in der typischen blauen Einsatzbekleidung. Das ist das Bild, das häufig mit dem Technischen Hilfswerk verbunden ist. Dabei engagieren sich auch rund 12.000 Frauen im THW. Speziell für sie fand am 25. Mai 2019 der Helferinnentag im Ausbildungszentrum Hoya (Niedersachsen) statt. In Vorträgen und Workshops setzten sich fast 100 Helferinnen aus sechs Landesverbänden mit dem Thema „Frauen im THW“ auseinander. 

Brückenbau wird in Kleingruppen geübt.
Im zweiten Teil ging es in Kleingruppen an verschiedenen Stationen ans Eingemachte - zum Beispiel zum Thema Brückenbau.
Quelle: THW

„Fortschritt ist eine Schnecke, aber er kommt“, sagte Dr. Gabriele Andretta, Präsidentin des Niedersächsischen Landtags und Schirmherrin der Veranstaltung, mit Blick auf die Gleichstellung der Geschlechter. Das gilt auch für das THW, mit seinem langsam aber stetig wachsenden Frauenanteil von zurzeit etwas mehr als 14 Prozent. Auch Sabine Lackner, Landesbeauftragte für Bremen, Niedersachsen, sieht diese positive Entwicklung und bekräftigte: „Ohne Frauen, eingesetzt von der Fachhelferin bis hin zur Einheitsführerin, ist kein großer Einsatz mehr denkbar.“

Die knapp 100 THW-Helferinnen tauschten sich über verschiedene Themen aus, darunter die Möglichkeiten zur Förderung, Herausforderungen, denen sich Frauen im (THW-)Alltag stellen und Aufstiegschancen trotz unterschiedlicher Lebensläufe. Denn „kann ich das?“ und vor allem „kann die das?“ sind zwei Fragen, die noch immer von und an Frauen gestellt werden. Als Lösungen nannten die Einsatzkräfte immer wieder Selbstbewusstsein, funktionierende Netzwerke, den Willen etwas zu gestalten und sich einzubringen, gerade um als Frau in Organisationen Führung zu übernehmen. 

Neben den Workshops ging es für die Helferinnen auch in die Praxis: An verschiedenen Stationen setzten sie sich intensiv mit kleineren Übungsszenarien auseinander. Dazu gehörten etwa der Umgang mit hydraulischem Rettungsgerät, das häufig nach Verkehrsunfällen genutzt wird, oder eine Brückenkonstruktion. Mit vorgefertigten Teilen bauten die THW-Kräfte eine Brücke auf und wieder ab – eine anstrengende und fordernde, aber auch „super spannende und sehr lehrreiche“ Aufgabe, wie Teilnehmerin Daniela aus dem THW-Ortsverband Gronau fand. 

An weiteren Stationen übten die Helferinnen das Retten aus Höhen und Tiefen und probierten sich an einem Bergungsräumgerät aus. Inga-Mirjana Krey aus dem THW-Ortsverband Hoya leitete außerdem einen Workshop zum Thema „Führen im THW“, bei dem es darum ging, die Arbeit eines Zugtrupps kennenzulernen.

Der Austausch beim Helferinnentag in Hoya kam gut an: Die Teilnehmerinnen zogen ein durchweg positives Fazit. 

Frauen im THW war das Thema bei der Veranstaltung.
Für mehr Solidarität und Austausch: Fast 100 Frauen aus sechs Landesverbänden setzten sich mit den verschiedenen Perspektiven des Themas „Frauen im THW“ auseinander.
Quelle: THW
Mehr zu den Themen:

Verwandte Artikel

Rund 2000 Einzelteile – Eine neue Brücke über die Würm

Rund 2000 Einzelteile – Eine neue Brücke über die Würm

THW-Kräfte errichteten am vergangenen Wochenende in nur kurzer Zeit eine Bailey-Behelfsbrücke über den Fluss Würm bei Pforzheim. Die bisherige Brücke wird demnächst abgerissen und neu gebaut.

Weil Brücke nicht gleich Brücke ist

Weil Brücke nicht gleich Brücke ist

Mehr als 5.000 Schrauben steckten in der zweispurigen Behelfsbrücke, die knapp 30 THW-Kräfte aus vier Ortsverbänden am vergangenen Wochenende zurückbauten. Nach insgesamt vier Einsatztagen beendeten die Helferinnen und Helfer den Abbau der 32...

Höchste THW-Auszeichnung im Bayerischen Staatsministerium des Innern

Höchste THW-Auszeichnung im Bayerischen Staatsministerium des Innern

THW-Präsident Albrecht Broemme zeichnete Regierungsrat Peter Hallermeister in diesen Tagen zum Dank und als Wertschätzung seiner „unermüdlichen Einsatzbereitschaft“ mit dem THW Ehrenzeichen in Gold aus.

: