Zahl der ehrenamtlichen Helfer beim DRK steigt weiter

Jahresbericht 2019

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verzeichnet erneut einen Zuwachs bei der Zahl ehrenamtlicher Helfer. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, den DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt jetzt vorgelegt hat. Die Zahl der Ehrenamtlichen ist danach im vergangenen Jahr um rund 8.500 auf insgesamt 443.300 Helferinnen und Helfer gestiegen. 

"Die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre hat sich damit fortgesetzt. Es ist der höchste Stand seit fast 20 Jahren", sagt Hasselfeldt. Auch die Corona-Pandemie der vergangenen Wochen habe gezeigt, dass in Deutschland die Bereitschaft, sich über alle Altersgruppen hinweg ehrenamtlich zu engagieren, sehr groß sei.

Ehrenamtliche beim DRK
Ehrenamtliche beim DRK
Quelle: DRK

Von den 443.300 aktiven Mitgliedern gehören allein rund 139.100 dem Jugendrotkreuz an. Es gebe jedoch nicht nur viele junge Menschen, sondern auch zahlreiche rüstige Senioren, die ihre Erfahrungen zum Beispiel in der Nachbarschaftshilfe, der Sozialarbeit oder in einem Hospiz einbringen wollten, sagt Hasselfeldt. Für den Zusammenhalt einer Gesellschaft sei ehrenamtliches Engagement extrem wichtig.

Das DRK bietet allein im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) 12.000 Plätze an – mehr als jeder andere Wohlfahrtsverband. Hinzu kommen rund 3.000 Plätze beim Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die Tätigkeit im FSJ und im BFD sei für viele die erste Erfahrung von gesellschaftlichem Engagement und führe vielfach anschließend zu ehrenamtlicher Tätigkeit oder zu einer Ausbildung im sozialen Bereich, sagt Hasselfeldt. 

Die DRK-Präsidentin spricht sich deshalb dafür aus, freiwilliges und ehrenamtliches Engagement attraktiver zu machen. Dazu gehöre zum Beispiel ein Rechtsanspruch auf einen Platz im Freiwilligendienst. Das DRK schlägt außerdem kostenfreie oder vergünstigte Tickets in Bahnverkehr und ÖPNV sowie eine Anrechnung in der gesetzlichen Rentenversicherung vor.

Laut einer DRK-Umfrage unter den Trägern der Freiwilligendienste könnten pro Jahrgang mittel- und langfristig bei attraktiveren Rahmenbedingungen 30 bis 40 Prozent mehr Freiwillige gewonnen werden.


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