Im Tunnel durch die Luft - Flugambulanz auf COVID-19 eingestellt

Rund zwei Mal am Tag holen die Malteser einen kranken Menschen aus dem Ausland zurück nach Deutschland – normalerweise.

Bisher wurden Puppen zur Übung mit dem Covid-19-Transportsystem betreut und...
Bisher wurden Puppen zur Übung mit dem Covid-19-Transportsystem betreut und transportiert, seit kurzem sind die Ambulanz-Teams und ihre Jets für echte Patienten da.
Quelle: Malteser/Quick-Air

Zurzeit aber ist es wegen Corona ruhig im internationalen Flugverkehr. Kaum Reisen mit dem Flieger ins Ausland, weniger Patienten für das Malteser Flight Operation Center in Köln. "Wir sind aber für das, was wohlmöglich noch kommt, gerüstet", sagt Johannes Hoischen, der Leiter des Teams, und spielt auf die erwarteten Wellenbewegungen der Virus-Pandemie an. 

Mit einem Tunnelsystem werden die Covid-19-Patienten oder auch mögliche Verdachtsfälle dann transportiert. Zum Schutz sowohl des Patienten vor weiteren Keimen und Viren als auch zum Schutz der Umgebung vor Ansteckung mit Sars-Cov-2-Viren liegt der Patient auf einer Trage mit durchsichtiger Plastikhülle wie in einem Tunnel. 

"Wir können innerdeutsch und international fliegen und bieten damit sowohl dem Patienten als auch unserem Kunden, zum Beispiel einem Versicherer, höchste Zuverlässigkeit", so Hoischen. Vom Flughafen Köln/Bonn aus startet das jeweilige Malteser Team aus einem Intensivmediziner und einem Notfallsanitäter oder einem Intensivpfleger in den Himmel. Flugzeug mit medizinischem Gerät und die Crew stellt der über Jahre bewährte Partner Quick-Air.

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