Eine nagelneue H145 mit Fünfblattrotor fliegt künftig als Christoph...
Eine nagelneue H145 mit Fünfblattrotor fliegt künftig als Christoph Sachsen-Anhalt.
Quelle: DRF Luftrettung
30.11.2021 •

H145 mit Fünfblattrotor in Halle in Dienst gestellt

DRF Luftrettung nimmt neuen Hubschrauber in Sachsen-Anhalt in Betrieb

Christoph Sachsen-Anhalt startet künftig mit neuer Technologie

Neuer Hubschrauber für die Region: Am 26. November ist eine Maschine des Typs H145 mit Fünfblattrotor als neuer Christoph Sachsen-Anhalt in den Dienst gegangen. Der Hubschrauber ist im Vergleich zu seinem Vorgänger leichter und bietet damit bei gleicher Leistung eine höhere mögliche Nutzlast. Zudem liegt er durch das fünfte Rotorblatt noch ruhiger in der Luft, was Patienten und Besatzung zugute kommt. Für das Land Sachsen-Anhalt ist die Indienststellung eine Premiere: Der Hubschrauber ist der erste mit Fünfblattrotor, der hier für die DRF Luftrettung an den Start geht. Die Luftretter verfolgen mit dem Musterwechsel im Rahmen der Flottenerneuerung ihr Ziel, die Entwicklung der Luftrettung stetig voranzutreiben. 

Neugier und Vorfreude an der Station Halle der DRF Luftrettung: 
Eine nagelneue H145 mit Fünfblattrotor ist an der Station angekommen und wurde von der Besatzung in Dienst genommen.

„Wir sind sehr gespannt, wie sich unser neuer Christoph Sachsen-Anhalt im Einsatzbetrieb präsentieren wird“, erzählt Björn Heiderich, Stationsleiter und Pilot in Halle. „Wir kennen die begeisterten Berichte unserer Kolleginnen und Kollegen aus Stuttgart, Villingen-Schwenningen, Hannover und Regensburg, die schon die H145 mit Fünfblattrotor einsetzen. Daher sind unsere Erwartungen hoch. Und wir freuen uns schon sehr, dass wir jetzt damit noch bessere Möglichkeiten für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten haben.“

Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung, erklärt die Hintergründe: „Die Indienststellung der neuen H145 mit Fünfblattrotor stellt einen Meilenstein in der Luftrettung in Deutschland dar, darauf sind wir sehr stolz. Wir haben die Entscheidung, das System einzusetzen, sobald es verfügbar ist, und diesen Weg als Erste zu gehen, sehr bewusst getroffen. Denn es ist Teil unseres Selbstverständnisses, die Weiterentwicklung der Luftrettung voranzutreiben. Ein Ziel haben wir dabei immer vor Augen: Die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern und zwar in allen für die Luftrettung relevanten Bereichen – Mensch, Medizin und eben Technik.“

Eigene Umrüstung – Vorreiter weltweit

Der erste Hubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor war im Dezember 2020 an der Werft der DRF Luftrettung angekommen und dort für den Stationsbetrieb ausgerüstet worden. Seitdem nimmt die DRF Luftrettung kontinuierlich weitere H145 mit Fünfblattrotor in ihre Flotte auf. Halle ist die fünfte Station, die bisher eine Maschine dieses Typs erhalten hat. Die DRF Luftrettung hat zudem erstmalig eine der bestehenden Einsatzmaschinen in ihrer eigenen Werft auf das Fünf-Rotorblatt-System umgerüstet – als weltweit erster Kunde von Airbus. Zuvor war in enger Abstimmung mit Airbus der dafür notwendige Prozess, inklusive aller notwendigen Zulassungen, entwickelt worden. Innerhalb der nächsten drei Jahre plant die DRF Luftrettung, alle ihre Hubschrauber des Typs H145 von vier auf fünf Rotorblätter umzurüsten. Diese Umrüstung kann die DRF Luftrettung künftig auch externen Kunden anbieten.



Mehr zu den Themen:

Verwandte Artikel

One-Way-Ausstattung für nachhaltigere Massennotunterkünfte

One-Way-Ausstattung für nachhaltigere Massennotunterkünfte

Die Unterbringung der Betroffenen ist eine zentrale Herausforderung in vielen Szeanrios der Soforthilfe. Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Lösung dieser Aufgabe drei Facetten hat: Die Beschaffung, den Einsatz selbst und die...

GENERAL DYNAMICS EUROPEAN LAND SYSTEMS LIEFERT BRÜCKENSYSTEME NACH SCHWEDEN

GENERAL DYNAMICS EUROPEAN LAND SYSTEMS LIEFERT BRÜCKENSYSTEME NACH SCHWEDEN

General Dynamics European Land Systems (GDELS) gab heute bekannt, dass es einen Vertrag mit der schwedischen Beschaffungsbehörde für Rüstungsgüter (FMV) über die Lieferung von
amphibischen M3 Brücken- und Fährsystemen für die...

Svenja Schulze: "Das geht einem unter die Haut"

Svenja Schulze: "Das geht einem unter die Haut"

Der Ukraine-Krieg verstärkt das Problem mit Hunger weltweit. Bundesentwicklungsministerin Schulze hat sich vorgenommen, voranzugehen und nachhaltig zu helfen.

: