3B Scientific Japan - Zwei Jahre nach dem Tsunami

3B Scientific GmbH

Hamburg, März 2013 - Die internationale 3B Scientific Gruppe besteht aus derzeit 18 Niederlassungen in 14 Ländern, eine davon in Japan. Die folgenschwere Naturkatastrophe, die im März 2011 den asiatischen Inselstaat traf, verschonte weitestgehend die japanische Westküste, an der sich auch Nihon 3B Scientific befindet. Grund genug, der heimatlos gewordenen Bevölkerung zu helfen und Spenden zu sammeln. 

Schon die Kinder in Japan lernen, wie sie sich bei einem Erdbeben zu verhalten haben. Täglich wird das Land von Erschütterungen unterschiedlichster Stärke heimgesucht. Doch das Beben, das sich am frühen Nachmittag des 11. März 2011 ereignete, hatte besonders schwere Auswirkungen. Das Seebeben, dessen Epizentrum wenige Kilometer vor der Ostküste lag, löste einen gewaltigen Tsunami aus und führte u.a. zur Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Allein durch die verheerenden Erdstöße und Wassermassen verloren rund 19.000 Menschen ihr Leben oder gelten seither als vermisst, Hunderttausende wurden auf einen Schlag obdachlos. 

Die an der Westküste Japans gelegene Stadt Niigata, Sitz von Nihon 3B Scientific, wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Für Takeshi Shinada, Geschäftsführer bei Nihon 3B Scientific, war sofort klar, dass er nicht untätig bleiben konnte: „Wir wollten den Opfern effektive Soforthilfe zukommen lassen. Spendengelder an große Organisationen durchlaufen einen gewissen Prozess, bevor sie dort ankommen, wo sie benötigt werden. Viel direkter erschien die Versorgungsaktion, durch die ich von meinem Bruder erfuhr.“ 

Unter der Leitung von Yuji Shinada fand sich eine kleine Gruppe junger Restaurantbesitzer zusammen, die die Opfer mit dem Nötigsten versorgten. Die Freiwilligen von „Niigata Ishinkai“ fuhren an den Wochenenden in die ca. 300 km entfernte, stark verwüstete Region an der Ostküste. Ihr Augenmerk galt vor Allem den abgelegenen Ortschaften, die zunächst weniger Berücksichtigung von den großen Hilfsorganisationen fanden. Vor Ort verteilten sie Hilfsgüter und in improvisierten Garküchen zubereitete warme Mahlzeiten. Finanzielle Unterstützung in Höhe von € 6.000 erhielt diese karitative Aktion durch eine Spendensammlung unter Mitarbeitern der 3B Scientific Gruppe am Hauptsitz in Hamburg/Deutschland. 

Darüber hinaus entschloss sich Nihon 3B Scientific 1% des im April erwirtschafteten Umsatzes, ca. 300.000 Yen, einem guten Zweck zukommen zu lassen. Zusammen mit einer Spende unmittelbar nach dem Unglück wurden somit mehr als 500.000 Yen (ca. € 4.000) an das Rote Kreuz übergeben. 

Auch zwei Jahre nach dem Unglück wurden längst nicht alle Schäden beseitigt, bspw. sind annähernd 20% der betroffenen Schulen und 10% der medizinischen Einrichtungen bislang nicht vollständig wiederhergestellt. Trotz der widrigen Umstände gelang es Nihon 3B Scientific, sich wirtschaftlich zu behaupten und sehr gute Ergebnisse zu erzielen. 

Verwandte Artikel

Weltkatastrophenbericht 2020 - DRK warnt: Klimabedingte Naturkatastrophen nehmen zu

Weltkatastrophenbericht 2020 - DRK warnt: Klimabedingte Naturkatastrophen nehmen zu

Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht 2020 der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hervor, der heute in Genf veröffentlicht wird. Demnach traten im Jahr 2019 weltweit 308 Naturkatastrophen auf, 77...

DRK leistet Soforthilfe bei schweren Überschwemmungen im Sudan

DRK leistet Soforthilfe bei schweren Überschwemmungen im Sudan

Durch anhaltend starke Regenfälle im August und September erreicht der Nil den höchsten Wasserstand seit 100 Jahren, was zu katastrophalen Überschwemmungen in mehreren ostafrikanischen Ländern geführt hat.

THW: Nach Explosionen in Beirut im Einsatz

THW: Nach Explosionen in Beirut im Einsatz

Nach den Explosionen in Beirut wurden Einsatzkräfte des THWs zur Unterstützung entsendet. Die Katastrophenhilfe für den Libanon umfasste Vermisstensuche in Trümmern sowie Baufachberatungen zu den beschädigten Gebäuden.

:

Photo

Zivilschutz in Deutschland

Der Sprachgelehrte Jakob Grimm schrieb 1830 an den Rechtsgelehrten Carl von Savigny: „Möge der Himmel Deutschland erhalten!“ Mehrfach war es seither mit der Erhaltung sehr knapp. Der Verfasser…