DRK bietet Anlaufstelle im Beratungscenter Ahr

Spendenverwendung der Flutopferhilfe

Kostenfreie und unbürokratische Hilfe: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit dem DRK-Beratungs- und Servicecenter Ahr eine zentrale Anlaufstelle für die vom Hochwasser betroffenen Menschen der Region eingerichtet. Ein breit aufgestelltes Team unterstützt vor Ort für die kommenden Monate in unterschiedlichen Bereichen.

Einsatz des DRK bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz: stationäres...
Einsatz des DRK bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz: stationäres Beratungs- und Servicecenter Ahr in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Betroffener bei der Beantragung von Finanzhilfen des DRK.
Quelle: DRK/Thorsten Trütgen

Angeboten werden etwa soziale Beratungen, Antragshilfen oder die Beratung bei Fördermittelanträgen und sozialrechtlichen Leistungen. Zudem unterstützen die DRK-Helferinnen und Helfer bei der Vermittlung von Ansprechpartnern für Versicherungen, Behörden oder für eine psychologische Begleitung. Kontakte zur Schuldnerberatung oder zu Scouts für die Bedarfsermittlung können ebenfalls vermittelt werden. Für die Angebote arbeiten die Akteure vor Ort eng zusammen.

„Es ist die Aufgabe der Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die Menschen in den vom Hochwasser gezeichneten Regionen auch in den kommenden Monaten bestmöglich zu unterstützen“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des DRK. „Dazu gehören auch ein gutes Gespräch und die Möglichkeit, den Menschen in Ruhe zuzuhören.“

In das Beratungs- und Servicecenter Ahr integriert sind ein Waschsalon, eine Ausgabe für Hilfsmittel, ein Spielbereich für Kinder und eine Café-Ecke, die den Menschen Raum für Gespräche gibt. „Der oft stark reduzierte Kontakt alleinlebender, älterer oder beeinträchtigter Menschen führt dazu, dass der soziale, medizinische und pflegerische Bedarf nicht rechtzeitig erkannt wird. Auch Kinder und Jugendliche müssen die belastenden Ereignisse verarbeiten,“ sagt Achim Haag, Präsident des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler. Der Verband betreibt die Einrichtung mit Unterstützung des DRK-Generalsekretariats und des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Das Beratungs- und Servicecenter Ahr ist eine durch Bürocontainer realisierte temporäre Erweiterung der zentralen DRK-Kreisgeschäftsstelle. Das Angebot ist zunächst bis Ende 2022 geplant. Der Kontakt erfolgt über den Kreisverband Ahrweiler:
Telefon: 02641/ 97800, E-Mail: d.blumberg@kv-ahrweiler.drk.de



Verwandte Artikel

18,68 Mio. Euro Förderung für den Kreis Ahrweiler

18,68 Mio. Euro Förderung für den Kreis Ahrweiler

Die Wiederaufbaubeauftragte des Landes, Staatssekretärin Nicole Steingaß, hat dem ersten Beigeordneten des Landkreises Ahrweiler, Horst Gies, einen weiteren Förderbescheid in Höhe von rund 18,68 Millionen Euro übergeben.

DRK-Logistikzentrum Zülpich schließt zum 15. November

DRK-Logistikzentrum Zülpich schließt zum 15. November

Die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen führte zu einer beeindruckenden Solidarität der Menschen mit den Betroffenen.

THW stellt weitere Brücken über die Ahr fertig

THW stellt weitere Brücken über die Ahr fertig

Am Donnerstag hat das Technische Hilfswerk (THW) zwei weitere Behelfsbrücken in Bad Neuenahr-Ahrweiler an die Bevölkerung übergeben. Die THW-Bundesvereinigung e.V. hatte die Finanzierung mit einer Großspende ermöglicht.

:

Photo

Mehr Kapazität für das THW

Das Technische Hilfswerk (THW) hatte in den vergangenen Monaten den größten Inlandseinsatz in seiner Geschichte zu bewältigen.