Hochwasser: THW-Einsatz läuft weiter

Bonn/Saarbrücken. Trotz sinkender Wasserpegel setzen die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in den überfluteten Gebieten im Saarland und Rheinland-Pfalz weiterhin ihre spezialisierte Technik ein. Insgesamt hatten die THW-Fachgruppen seit Freitag 39 Hochleistungspumpen in Betrieb genommen, um schlammiges Wasser abzupumpen.

„Seit den starken Regenfällen von Tief Katinka am Freitag haben mehr als 2.600 THW-Einsatzkräfte aus allen Landesverbänden den betroffenen Menschen geholfen. Der tagelange Einsatz unserer Ehrenamtlichen macht mich sehr stolz“, betont THW-Präsidentin Sabine Lackner.

Hochwasser: THW-Einsatz läuft weiter
Quelle: THW

Aktuell sind noch rund 500 THW-Helferinnen und -Helfer in den Hochwassergebieten an Saar, Mosel und Rhein im Einsatz. Sie setzen weiterhin Pumpen ein, verpflegen Einsatzkräfte, beseitigen Schäden, messen die Wasserpegel, betanken Fahrzeuge sowie Geräte und beraten Einsatzleitungen. Derzeit liegt der Einsatzschwerpunkt des THW in Wörth am Rhein. Das THW stellt sich darauf ein, dass der Einsatz bis Ende der Woche andauern wird.

Seit Beginn des Einsatzes setzten die Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen im Saarland und Rheinland-Pfalz insgesamt 39 Hochleistungspumpen ein, die zusammen rund 500.000 Liter pro Minute fördern können. Mit elf mobilen Hochwasserpegeln, einer Eigenentwicklung des THW, überwachen die Einsatzkräfte die Pegelstände der Gewässer. Damit die THW-Helferinnen und -Helfer vor Ort schnell ihre Einsatzkleidung austauschen können, hat das THW-Logistikzentrum Hilden einen Bekleidungscontainer in das Einsatzgebiet geschickt.

Derzeit gibt es auch in anderen Regionen Deutschlands örtlich starke Niederschläge. Gestern waren zum Beispiel in Bayern THW-Einheiten nach Unwettern im Einsatz.

„Sollte es die Lage erforderlich machen, stehen die THW-Einsatzkräfte bundesweit weiterhin bereit, um in den betroffenen Regionen zu helfen“, erklärt THW- Präsidentin Sabine Lackner.

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN- Organisationen. Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie hier: www.jetzt.thw.de 


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