Technisches Hilfswerk setzt mit zweiter Fähre über

Das Technische Hilfswerk (THW) hat in Bad Neuenahr eine zweite Fähre in Betrieb genommen. Rund eine Woche nachdem THW-Einsatzkräfte mit der ersten Fähre „Ahrida“ Überquerungen ermöglicht haben, können Bürgerinnen und Bürger im Hochwassergebiet die Ahr jetzt auch an der Anlegestelle am Ahrtor mit einer weiteren Fähre des THW überqueren.

Nachdem sich gezeigt hat, wie wichtig den Anwohnerinnen und Anwohnern eine Überquerung der Ahr ist, hat das THW eine weitere Fähre in Dienst gestellt. Die Überfahrt mit der „Ahrida 2“ – in Anlehnung an die erste Fähre – dauert ca. zwei Minuten. Dabei wird die Fähre, genauso wie das Schwester-„Schiff“ „Ahrida“, an einer Konstruktion aus Drahtseilen über den 15 Meter breiten Fluss gezogen. Aktuell setzen täglich rund 150 Menschen mit der Fähre über die Ahr.

Technisches Hilfswerk setzt mit zweiter Fähre über
Quelle: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)

 „Unsere Technik hat sich bewährt und wir haben positive Erfahrungen mit der ersten Fähre sammeln können. Wichtige Infrastruktur neu zu errichten braucht Zeit und um diese zu überbrücken helfen uns kreative Lösungen.“, sagte THW-Präsident Gerd Friedsam. 

In den nächsten Tagen wird ein Anstieg der Beförderungszahlen erwartet. In den nächsten Tagen wird ein Anstieg der Beförderungszahlen erwartet. „Wir haben einen weiteren wichtigen Transportweg zwischen den beiden Ahrufern errichtet“, so Friedsam weiter. Die Fähre bleibt voraussichtlich bis zur Fertigstellung der geplanten Behelfsbrücken im Dienst. 

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Ehrenamtlichen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.


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