Was laufen muss, wenn eine Pumpe laufen soll

50 THW-Einsatzkräfte aus Offenburg und Tuttlingen (Baden-Württemberg) übten am vergangenen Wochenende einen möglichen mehrtägigen Pumpeneinsatz. Dazu gehörte nicht nur, dass die Ehrenamtlichen eine Pumpstrecke errichteten. Sie bauten außerdem auch ein Camp und eine Einsatzleitung auf.

THW-Einsatzkräfte beim Betrieb einer Pumpe.
THW-Einsatzkräfte beim Betrieb einer Pumpe.
Quelle: THW

Das Übungsszenario des vergangenen Wochenendes war eine Überschwemmung. Pumpe aufgestellt, und fertig? Nein, denn gerade in Hochwassereinsätzen dauert es oft mehrere Tage, bis die Ehrenamtlichen ihren Einsatz beenden können. Das heißt: Neben dem eigentlichen Betrieb der Pumpe, müssen die Helferinnen und Helfer alle Abläufe organisieren, Schichtpläne erstellen, Material zur richtigen Zeit an den richtigen Ort schaffen und für Unterkunft und Verpflegung des Teams sorgen. 

So auch bei der Übung am Königwaldsee: Der Startschuss kam mit der Alarmierung für die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen (FGr WP) sowie die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) der THW-Ortsverbände Tuttlingen und Offenburg am Freitagnachmittag. Die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung baute ein Übungscamp für Übernachtung und Verpflegung auf. Parallel hierzu errichteten die Ehrenamtlichen der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen eine rund 700 Meter lange Pumpenstrecke mit zwei Wasserbecken zur Zwischenlagerung. 

Im Übungsverlauf betrieben sie neben zwei Schmutzwasserpumpen auch drei Tauchpumpen, die im Durchschnitt rund 4100 Liter pro Minute pumpten. Für einen reibungsfreien Übungsablauf sorgten die Zugtrupps der beiden Technischen Züge. Über die gesamte Dauer der Übung koordinierten und leiteten sie die Abläufe von der Einsatzleitung aus.

Wie bei einem richtigen Einsatz arbeiteten die Helferinnen und Helfer die Nacht durch. Denn im Einsatz wie in der Übung können nur einigermaßen erholte Einsatzkräfte ihre Aufgaben bewältigen. Deshalb teilte die Einsatzleitung die Ehrenamtlichen in unterschiedliche Schichten ein. Dadurch übten die sie außerdem einen weiteren kritischer Punkt: den Schichtbetrieb und insbesondere den Schichtwechsel.

Verwandte Artikel

DWD-Wetterinformationen zur Unterstützung im Katastrophenschutz

DWD-Wetterinformationen zur Unterstützung im Katastrophenschutz

Wetterereignisse wie Gewitter, Stürme, große Niederschlagsmengen oder Glatteis sind häufige Auslöser von Einsätzen im Bereich des Katastrophenschutzes. Das Wetter beeinflusst auch bei Ereignissen wie Schadstoffaustritten oder Waldbränden das...

Aktiv im Ruhestand: Mit Ehrenamt oder Bundesfreiwilligendienst im Technischen Hilfswerk

Aktiv im Ruhestand: Mit Ehrenamt oder Bundesfreiwilligendienst im Technischen Hilfswerk

Der demografische Wandel stellt ehrenamtliche Hilfsorganisationen wie das THW vor neue Herausforderungen: Die Konkurrenz um die Jugend ist groß. Aber auch immer mehr ältere Menschen können und wollen nach dem Berufsleben aktiv bleiben und suchen...

Kooperation mit Fraunhofer-Institut für mehr Austausch

Kooperation mit Fraunhofer-Institut für mehr Austausch

Das THW hat mit dem Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Anknüpfend an vorherige Zusammenarbeiten, vereinbarten THW-Präsident Albrecht Broemme und der Leiter des...

:

Photo

Krisenmanagement geht alle an

Ob Großbrände, Überflutungen durch heftige Regenfälle oder IT-Ausfälle durch Hackerangriffe: Beim Thema Krisenmanagement sitzen Bund, Länder, Städte und Gemeinden mit Blaulicht-Organisationen…