22.07.2019 •

Weil Brücke nicht gleich Brücke ist

THW

Mehr als 5.000 Schrauben steckten in der zweispurigen Behelfsbrücke, die knapp 30 THW-Kräfte aus vier Ortsverbänden am vergangenen Wochenende zurückbauten. Nach insgesamt vier Einsatztagen beendeten die Helferinnen und Helfer den Abbau der 32 Meter langen Brücke des Typs „Krupp D“ im badischen Unterhammersbach. Neben viel Arbeit nutzten fünf Kräfte der Fachgruppe Brückenbau aus dem bayrischen Freising den Einsatz auch für den fachlichen Austausch.

Brückenteile wurden mit Mobilbaggern zurück ans Ufer gehoben.
Mithilfe zweier Mobilbagger hoben die THW-Kräfte die Brückenteile zurück ans Ufer.
Quelle: THW/F. Erler

Trotz immer wieder aufkommenden Regens hatten die Einsatzkräfte es am Sonntagabend nach 14 Stunden Arbeit geschafft: Alle Einzelteile der Behelfsbrücke waren endlich abmontiert und abtransportiert. Bereits am vorangegangenen Wochenende hatten die THW-Ortsverbände Biberach (Baden), Breisach und Müllheim damit begonnen, die seit September 2018 bestehende Behelfsbrücke über dem Harmersbach abzubauen. Unterstützt wurden sie von fünf Kameradinnen und Kameraden aus Freising, die extra anreisten.

Mit zwei mobilen Kränen hoben die Ehrenamtlichen die elf Fahrbahnplatten an und bauten sie in Millimeterarbeit zurück. Dabei unterstützten je acht THW-Kräfte an beiden Seiten der schwebenden Brückenteile den reibungslosen Ablauf beim Rückbau der Brücke.

Die Brücke wurde 2018 errichtet.
THW-Kräfte hatten die Brücke 2018 errichtet, um einen Umgehungsweg um eine Baustelle im Ort zu schaffen.
Quelle: THW/F. Erler

Geleitet wurde der Einsatz vom Ortsverband Müllheim. Die fünf THW-Kräfte aus dem rund 400 Kilometer entfernten Freising nahmen am Einsatz teil, um von der Erfahrung der Einsatzkräfte vor Ort zu profitieren. Sie arbeiten sonst häufig mit dem Brückentyp „Bailey“. Mit welchem der verschiedenen Brückentypen die Einsatzkräfte arbeiten, entscheiden sie aufgrund der gegebenen Voraussetzungen und den Anforderungen, die an die Behelfsbrücke gestellt werden.

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