07.11.2022 •

Deutschland muss resilienter gegenüber Krisen werden

Bundesregierung diskutiert über Resilienzstrategie

In den vergangenen zwei Jahren hat unser Land mehrere schwere Krisen erlebt: die COVID-Pandemie, die Flutkatastrophe im Ahrtal, die zahlreichen Waldbrände und die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Diese Krisen haben nicht nur zahlreiche Todesopfer gefordert, sie gefährden auch unseren Wohlstand, unsere Umwelt, unsere Sicherheit und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Um zukünftig besser auf solche Krisen reagieren zu können, ist es das Ziel der Bundesregierung, die Resilienz unserer Gesellschaft deutlich und nachhaltig zu stärken. Bestehende Katastrophenrisiken müssen reduziert, die Fähigkeiten zur Krisenabwehr müssen ausgebaut und die Unterstützung Betroffener muss verbessert werden.

Daher hat die Bundesregierung im Juli die „Deutsche Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen“ beschlossen. Diese Strategie ist das nationale Rahmenprogramm, das die Widerstandsfähigkeit unseres Landes gegen Katastrophen jeglicher Art nachhaltig verbessern soll.

Damit dies gelingt, ist ein intensiver Dialog zwischen Bund, Ländern und Kommunen über die konkrete Umsetzung der Resilienzstrategie erforderlich. Auch die Einbeziehung möglichst zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen - angefangen bei Hilfsorganisationen über Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Medien bis hin zu den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern – ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Resilienz unseres Landes nachhaltig und dauerhaft zu steigern.

Um diesen Dialog zu beginnen, präsentiert der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin des Innern und für Heimat (BMI) Johann Saathoff am 26. Oktober die Resilienzstrategie im Rahmen der jährlich stattfindenden DRK-Fachtagung Katastrophenvorsorge einem breiten nationalen und internationalen Fachpublikum.

An dem von 14:30 – 16:00 Uhr stattfindenden Panel „Resilient in die Zukunft – Eine gemeinsame Aufgabe?“ nimmt auch der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, Teil, der die Bedeutung der Resilienzstrategie für den Bevölkerungsschutz in Deutschland darlegt.

An dem hochrangig besetzen Panel werden neben PSt Saathoff

  • die Staatssekretärin beim Bundesministerium der Verteidigung. Dr. Margaretha Sudhof,
  • die Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Dr. Christiane Rohleder,
  • der Unterabteilungsleiter Gesundheitssicherheit beim Bundesministerium für Gesundheit, Heiko Rottmann, sowie 
  • der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter,

teilnehmen. Ziel der Diskussion ist es zu zeigen, dass die Stärkung unserer Resilienz gegenüber Katastrophen nicht nur eine gesamtstaatliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

Das Panel wird live aus dem betterplace Umspannwerk im Paul-Lincke Ufer 21 in Berlin an alle Teilnehmer der Konferenz gestreamt. Eine Anmeldung zur DRK-Fachkonferenz, die den Zugang zum Livestream des Panels ermöglicht, kann auf der Homepage https://www.fachtagung-katastrophenvorsorge.de/ erfolgen.


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