18.04.2022 •

Hilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine: Bundesinnenministerin besucht Ankunftszentrum in Berlin und dankt THW-Kräften

Bereits über 3.500 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus 105 Ortsverbänden sind im Inland im Einsatz, um Notunterkünfte aufzubauen und Hilfsgüter-Logistik abzuwickeln

In Berlin-Reinickendorf besuchte heute Bundesinnenministerin Nancy Faeser das Ankunftszentrum und tauschte sich mit den anwesenden Helferinnen und Helfern aus. Innerhalb kürzester Zeit haben ehrenamtliche THW-Einsatzkräfte mit ihrer Logistikkompetenz die Kapazität der Notunterkünfte am Ankunftszentrum in Berlin-Reinickendorf erweitert.

Vor Ort machte sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser in Begleitung von THW-Präsident Gerd Friedsam, dem Präsidenten der THW-Bundesvereinigung, Martin Gerster, MdB, und dem THW-Landesbeauftragten Sebastian Gold ein Bild von der Lage.  

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: 

"Ich danke den Einsatzkräften des THW, die gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen die schnelle Versorgung und Unterbringung von Kriegsflüchtlingen ermöglichen, sehr herzlich. Mehr als 3500 THW-Einsatzkräfte sind schon bundesweit im Einsatz, vor allem um Notunterkünfte aufzubauen und für die Hilfsgüter-Logistik zu sorgen. Die THW-Helferinnen und Helfer stehen wie viele andere ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte für die große Hilfsbereitschaft, Solidarität und Menschlichkeit überall in unserem Land. 

Fast 200.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind schon nach Deutschland gekommen. Ganz überwiegend sind es Frauen, Kinder und alte Menschen. Wir müssen ihnen schnell und umfassend helfen. Die Erstaufnahmen sind gerade stark belastet. Wir arbeiten engstens mit den Ländern und Kommunen zusammen, um schnell für Entlastung und Verteilung zu sorgen. Bund, Länder und Kommunen sind gemeinsam in der Verantwortung. Die Versorgung, Unterbringung und Verteilung der Geflüchteten ist ein großer Kraftakt, den wir alle gemeinsam stemmen."

Näheres zum Einsatz des Technischen Hilfswerks:

  • In Berlin sind THW-Einsatzkräfte für den Aufbau und den Betrieb von Stromversorgung, den Ausbau von Notunterkünften und den Transport von Feldbetten und Sanitätseinrichtungen im Einsatz.
  • THW-Einsatzkräfte sind vor Ort in Polen, Rumänien, der Slowakei und Moldau. Sie beschaffen und transportieren Hilfsgüter und koordinieren Hilfen. Außerdem unterstützt das THW mit Personal an den deutschen Auslandsvertretungen in den Nachbarländern sowie für die EU und das das Welternährungsprogramm.
  • Seit dem 3. März sind zwölf Hilfstransporte vom THW in die Nachbarstaaten der Ukraine durchgeführt worden, mit medizinischem Material, Generatoren, Hygienesets, Sanitätsmaterial und anderen Hilfsgütern.
  • Gestern traf ein Hilfstransport des THW mit Feldbetten, Winterschlafsäcken und Decken in Polen ein. Weitere Feldbetten und Hygiene-Sets liefert das THW in Kürze in die Republik Moldau und die Tschechische Republik.

Mehr zu den Themen:

Verwandte Artikel

Hochwasser: THW als Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes stark gefragt

Hochwasser: THW als Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes stark gefragt

Auch wenn das Hochwasser in vielen Bereichen aktuell sinkt, haben THW-Kräfte noch alle Hände voll zu tun. Derzeit sind es noch rund 910 Helferinnen und Helfer aus mehr als 58 Ortsverbänden.

THW – der Anker in der Gesellschaft

THW – der Anker in der Gesellschaft

Wir kennen das Technische Hilfswerk (THW) alle.

Rettung aus Hochwasserlagen: DLRG und THW üben gemeinsam

Rettung aus Hochwasserlagen: DLRG und THW üben gemeinsam

Überschwemmungen können dazu führen, dass Einsatzkräfte von den Wassermassen eingeschlossene Menschen per Boot retten müssen. Eine gemeinsame Einheit von DLRG und THW trainierte bei einer großen Übung in Höxter ihre Fähigkeiten.

:

Photo

Medizinische Task Force

An der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (kurz: BABZ) in Ahrweiler fand Ende 2023 ein Fachaustausch zwischen BBK und den Innenministerien der Bundesländer zur…