DRZ-„Task Force“ im Hochwassereinsatz

Robotik-Leitwagen und Drohnen unterstützten Rettungsaktion

DORTMUND Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten im nordrhein-westfälischen Hochwassergebiet ist auch eine „Task Force“1 des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums (DRZ e.V.) unter Federführung der Feuerwehr Dortmund zum Einsatz gekommen. Dabei galt es, Aufklärungsflüge mit Drohnen entlang von Abbruchkanten zu unternehmen, Überblickskarten anzufertigen und Häuser, Keller, Autos und andere Objekte zu inspizieren. Anhand der Drohnenbilder wurden im Robotik-Leitwagen (RobLW) 3D-Modelle und Reliefkarten des zerstörten Gebietes erstellt, um eventuelle Veränderungen zu entdecken. Diese Informationen wurden der örtlichen Einsatzleitung zur Verfügung gestellt und im Zuge eines Lagevortrages erörtert und konnten so einen wertvollen Beitrag zur Lagebeurteilung leisten.

Der DRZ-Einsatz erfolgte nach den Worten von Geschäftsführer Robert Grafe überwiegend an Stellen, an denen noch Menschen vermisst wurden. Wegen Einsturzgefahr jedoch waren sie noch unzugänglich.

 „Während wir für den Überblick größere Drohnen verwendet haben, nutzten wir für die Detailerkundung eher kleine Drohnen”. so Grafe.

„Neben der Erstellung einzelner Fotos und Videos ist das Team in der Lage, Daten und Informationen aus den vielen Bildern mit Hilfe komplexer Algorithmen zu herauszufiltern und diese zu einem Gesamtbild zu verdichten”, erläutert Professor Dr.-Ing. Hartmut Surmann von der Westfälischen Hochschule, der ebenfalls zum DRZ-Team gehörte.

 Vorsorglich befanden sich auch ein kettengetriebener Bodenroboter sowie ein Tauchroboter in der Ausrüstung. Sie kamen jedoch nicht zum Einsatz.


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