Neue Chancen mit digitalen BKS-Strukturen

Rück- und Ausblick

Die digitalen Strukturen im Brand- und Katastrophenschutz (BKS) haben im letzten Jahr einen besonderen Stellenwert bekommen. Dies verdeutlichte auch die große Teilnehmerzahl im digitalen "Audimax" beim BKS-Portalworkshop 2021, der am Freitagnachmittag nach Ostern in stattfand.

Moderation der Veranstaltung
Zentrale Moderation der Veranstaltung durch das Portalkernteam aus dem Studio der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie in Koblenz
Quelle: Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie Rheinland-Pfalz Stabstelle Schulentwicklung

Das Portalkernteam moderierte die Veranstaltung zentral aus dem Studio der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie in Koblenz und koordinierte dort die Schaltung zu den vielen Mitwirkenden bei Land und Kommunen.

In seiner Keynote streifte Innenstaats-sekretär Randolf Stich, selbst in verschiedenen Funktionen hautnah in Kontakt mit der Entwicklung in diesem Bereich, verschiedene Eckpunkte zu "Mobilfunkbereich, Breitbandausbau, Datenvernetzung und -sicherheit sowie Kreativpotential und Entwicklungschancen".

Der MdI-Amtschef skizzierte dabei die rasante Entwicklung der digitalen Strukturen in allen Lebensbereichen.

Dem Workshopthema entsprechend standen die BKS-Aspekte besonders im Fokus.
"Durch die Herausforderungen zur Bekämpfung der Coronapandemie ist hier eine besondere Dynamik entstanden, die aber auch neue Formen und Chancen des Handelns eröffnet." Im Eingangsdialog mit den Moderatoren stellte er heraus, dass die heute vorhandenen zentralen Werkzeuge, wie Leitstellenverbund oder BKS-Portal, eine effiziente Zusammenarbeit und den Informationsfluss über alle Ebenen hinweg sehr gut ermöglichen. "Diese Werkzeuge gilt es effektiv zu nutzen", war das Fazit der Eröffnungsrunde.

Die gleichmäßige Belegung der folgenden Fachthemenkreise zeigte die Bandbreite des Anwendungsspektrums rund um das BKS-Portal.rlp auf.

Mit den beiden Seminarthemen "Digitales Lernen" und "Cloud Technologie" wurde das breite Nutzungsspektrum hierzu aufgezeigt und welche Möglichkeiten dabei insbesondere die BKS-Portalmodule bieten.

Die Seminarthemen "Digitales Einsatzberichtswesen" und "Basisdaten Fahrzeuge" gaben Einblick in aktuelle Neuentwicklungen und anstehende Planungen.
Es wurde transparent dargestellt, wie der Datenfluss der vorhandenen zentralen Datensätze hier erheblich optimiert wird.

Referenten der Veranstaltung
Referenten der Veranstaltung
Quelle: Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie Rheinland-Pfalz Stabstelle Schulentwicklung

"Sowohl die Praxisanwendungen als auch die vorgestellten Neuentwicklungen zeigen zum einen auf, welche Erleichterungen das Zusammenwirken der zentralen Datenbestände wie z. B. der Leitstellen und des BKS-Portal künftig für alle beteiligten Stellen hat. Zum anderen  wird ein Zugewinn an Belastbarkeit und Sicherheit der Daten damit erreicht", hielt Arnd Witzky für das BKS-Portalmanagement im MdI  dann auch in der Abschlussrunde im digitalen "LFKA Studio Audimax" fest.

Die vor Ort anwesenden Workshopakteure Carsten Spies, Fleming Götz, Matthias Lemgen und Jessica Schumacher fassten zuvor die in den digitalen Seminarräumen erarbeiteten Kernerkenntnisse nochmal prägnant zusammen. 

"Auf die erreichten Entwicklungen wollen wir weiter aufsetzen und durch Einsatz von künstlicher Intelligenz und weiteren innovativen Technologien neue Potentiale erschließen", umschrieb Prof. Dr. Maria Wimmer seitens der Uni Koblenz-Landau einen weiteren Forschungsaspekt, der mit der Portalentwicklung verbunden ist, und begrüßte den im MdI für BKS-Fragen zuständigen Abteilungsleiter Eric Schaefer für das zusammenfassende Schlusswort.

Dieser hatte interessiert die Zusammenfassung der Ergebnisse verfolgt und resümierte zum Workshopabschluss: "Belastbare Daten, sei es zur Ausstattung oder zum Einsatzgeschehen, sind die Basis für alle verantwortlichen kommunalen, staatlichen und sonstigen Stellen. Mit der gemeinsamen Portalplattform konnten wir im letzten Jahr gemeinsam die digitalen Strukturen im BKS erheblich ausbauen. Mein besonderer Dank gilt dabei insbesondere dem Portal-Kernteam und den vielen Anwenderinnen und Anwendern vor Ort, die sich bei der Portalentwicklung in den Kreisen und Gemeinden einbringen."

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