12.11.2019 •

SKYLOTEC präsentiert neues Abseilgerät und Hartwaren für seilunterstütztes Arbeiten

© SKYLOTEC GmbH

Als weltweit führender Hersteller für Rettungs- und Evakuierungsgeräte hat SKYLOTEC sein Knowhow im Bereich der Hartwaren in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. In diesem Segment präsentiert das deutsche Familienunternehmen jetzt neue Lösungen für seilunterstützte Arbeiten. Dazu gehört das Abseilgerät "Sirius", das speziell für den Einsatz in der Industrie, der Höhenrettung und für Seilarbeiten in der Baumpflege und Gebäudereinigung entwickelt wurde. Neben der Seil- und Handsteigklemme "Get up" gehören auch neue Gurte der "Ignite Series" sowie passende Verbindungsmittel und Trittschlingen für die Seilzugangstechnik zum Produktprogramm.

Mit "Milan" ist SKYLOTEC Marktführer für fliehkraftgesteuerte Rettungs- und Evakuierungsgeräte, die für den Ernstfall an hoch- oder tiefergelegenen Arbeitsplätzen verwendet werden. Im Bereich dieser Hartwaren hat der Hersteller seine Expertise und Fertigungskapazitäten in den vergangenen Jahren stark ausgebaut – und auch sein Produktprogramm erweitert. 

Mit ‚Sirius‘ bietet SKYLOTEC ein neues Abseilgerät mit vielen durchdachten...
Mit "Sirius" bietet SKYLOTEC ein neues Abseilgerät mit vielen durchdachten Details bei Kriterien wie Sicherheit, Robustheit und Benutzerfreundlichkeit.
Quelle: © SKYLOTEC GmbH

Speziell für die Anwendung im industriellen Seilzugang, in der Rettung, für Baumpflege- und Instandhaltungsarbeiten sowie für taktische Einsätze hat SKYLOTEC jetzt ein neues Abseilgerät namens "Sirius" entwickelt, das mit vielen praktischen Details punktet. So verfügt das Gerät über ein kompaktes Design, wodurch es besonders gut in der Hand liegt. Zudem hat der Hebel einen kleinen Bewegungsradius. Das spart bei der Arbeit Zeit, weil schnelle und präzise Bewegungen möglich sind. Der Hebel schließt darüber hinaus automatisch. Sobald er losgelassen wird, blockiert das Seil im Gerät. Er kann erst wieder geöffnet werden, wenn ein Knopf betätigt wird. Dadurch werden Fehler beim Einnehmen der Arbeitsposition reduziert, da ein automatisches Blockieren des Seiles erfolgt. Ein unbeabsichtigtes Öffnen des Hebels ist nicht möglich. 

Zusätzliches Plus: Für das Einlegen und Entnehmen des Seiles muss "Sirius" nicht aus dem Karabiner entfernt werden, der das Gerät mit dem Arbeitsgurt verbindet. Das erhöht die Sicherheit für den Anwender, weil das Abseilgerät ständig am Gurt befestigt bleibt und die Seilbelegung intuitiv und sicher bei geschlossenem Karabiner durchgeführt werden kann. 

Eine kleine Öse im Hebel wiederum ermöglicht es, das Abseilgerät im Notfall auch mit einer Reepschnur zu bedienen – und dadurch auch eine simultane Rettung durchzuführen. Stürzt eine Person ab oder leidet unter einem medizinischen Problem wie einem plötzlichen Schwächeanfall oder Herzinfarkt, kann eine Reepschnur in der Hebel-Öse des Betroffenen befestigt werden. Der Anwender kann dann sowohl sein eigenes als auch das Abseilgerät des Verunfallten bedienen und dadurch beide Personen sicher Richtung Boden abseilen.

Kein verdrehtes Seil, kein Kentern

Wer mit einem Abseilgerät arbeitet, hatte bisher häufig damit zu kämpfen, dass das Arbeitsseil durch die Seilführung überdreht und deshalb allzu sehr verschleißt. Bei seinem neuen Abseilgerät hat SKYLOTEC eine Lösung entwickelt, die diese Probleme vergessen macht: Das Arbeitsende des Seils tritt oben in das Gerät ein und unten in gerader Linie aus dem Gerät aus, ohne über eine Kante umgelenkt zu werden. 

Zum einen wird das Seil so vor Drallbildung geschützt, zum anderen wird ein Kentern verhindert, wenn das untere freie Ende des Seils gezogen wird. Viele Geräte ändern in gekenterter Position ihre Geometrie. Sie beginnen daraufhin, am Seil entlang zu gleiten. Bei „Sirius“ indes verhindert dessen Geometrie ein Gleiten entlang des Seils selbst dann, wenn es von einem Fremdkörper wie einem Teil des Gurtes erfasst wird. 

"Sirius" ist komplett aus Metall gefertigt. Es ist daher sehr robust und belastbar – auch in Arbeitsumgebungen, in denen es rauer zugeht. Das neue Abseilgerät ist zertifiziert nach EN 341:2011/2A für Seildurchmesser von 11 mm und nach EN 12841-C:2006 für Seile mit einem Durchmesser von 10-12 mm.

"Get up" – handlich, leicht und ergonomisch

"Get up" heißt dagegen die Seil- und Handsteigklemme, die beim Aufstieg und an Seilzugsystemen eingesetzt werden kann. Sie verfügt über Detaillösungen, die die Handhabung für Anwender erleichtern. So ermöglicht es das ergonomisch durchdachte Design, die Seilklemme mit geringem Kraftaufwand links-, rechts- und beidhändig zu bedienen. Das ist auch bei langen Aufstiegen am Seil hilfreich. 

Eine Zwei-Karabiner-Öse reduziert darüber hinaus den Materialeinsatz, weil Karabinerketten nun nicht mehr erforderlich sind. Wenn Fuß- und Sicherungsschlingen verwendet werden, ist dadurch zudem ein schnelleres Steigen möglich. Auch Flaschenzüge lassen sich durch die Zwei-Karabiner-Öse schnell aufbauen. Wenn es um die Sicherheit der Anwender geht, punktet "Get up" mit einem neu entwickelten Öffnungszipper. Dieser verhindert ein versehentliches Öffnen und ermöglicht gleichzeitig eine einfache Bedienung – und das auch dann, wenn beim Arbeiten dicke Handschuhe getragen werden müssen. 

Überdies kommt die Seilklemme mit einem geringen Gewicht aus und besteht vollständig aus Metall. Dadurch ist sie sehr robust. "Get up" ist zertifiziert nach EN 12841-B:2006 für Seile mit einem Durchmesser von 9-13 mm und nach EN 567:2013 für Seile mit einem Durchmesser von 8-13 mm.

In Kombination mit den Neuheiten "Sirius" und „Get up“ bietet SKYLOTEC darüber hinaus passende Softwaren wie die Trittschlinge "Stand up" und das V-Verbindungsmittel "Veric". Die neuen Gurte der "Ignite Series" komplettieren das Produktprogramm im Bereich der Seilzugangstechnik.


Zum Unternehmen

Die SKYLOTEC GmbH in Neuwied wurde 1947 gegründet und gehört zu den führenden Herstellern von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz und Sicherungssystemen in den Bereichen Sport und Industrie. Neben einem umfangreichen Produktprogramm im Bereich der Absturzsicherung gehören auch intensive Beratung und Service sowie ein weltweites Schulungsangebot im Vertical Rescue College zum Portfolio. Denn diese Kombination der Expertise aus der Industrie und dem Fachwissen im Bergsport führt zu immer neuen Innovationen, von denen die Träger profitieren – ob bei der Arbeit oder in ihrer Freizeit. SKYLOTEC beschäftigt weltweit zurzeit rund 500 Mitarbeiter und unterhält eigene Produktionsstätten in Deutschland, Slowenien und Ungarn sowie Niederlassungen auf der ganzen Welt.

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